Merck KGaA mit deutlichem Zuwachs dank Übernahme

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hat im abgelaufenen Jahr kräftig von der Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich profitiert. Für das laufende Jahr 2017 werde ein leichtes bis moderates organisches Umsatzwachstum und ein stabiles Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen erwartet, teilte der Konzern am Donnerstag in Darmstadt mit. Traditionell wird sich Merck im Mai mit den Zahlen zum ersten Quartal ausführlicher dazu äussern.
09.03.2017 07:21

Insgesamt legten die Erlöse im abgelaufenen Jahr um 17 Prozent auf 15 Milliarden Euro zu. Der Zukauf von Sigma-Aldrich sorgte hier für einen Sprung von über 16 Prozent. Aus eigener Kraft wuchsen die Darmstädter um 3,2 Prozent, während negative Währungseffekte ein Grossteil davon wieder zunichtemachten. Die Darmstädter hatten Sigma-Aldrich für rund 13 Milliarden Euro übernommen und im November 2015 ihre bislang grösste Übernahme in der Firmengeschichte abgeschlossen.

Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (operatives Ebitda) kletterte um 23,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Merck 1,6 Milliarden Euro, das waren gut 46 Prozent mehr als vor einem Jahr. Merck traf mit seinen Zahlen im Wesentlichen die Schätzungen der Analysten. Die Aktionäre sollen in Form einer gestiegenen Dividende teilhaben: Die Ausschüttung soll um 15 Cent auf 1,20 Euro erhöht werden./stk/zb

(AWP)