Merck prüft Ausgliederung von Geschäftsteilen in neue Tochtergesellschaften

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will durch den Umbau seiner Organisationsstruktur künftig seine Wachstumschancen optimieren. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sollen die historisch gewachsenen Steuerungs- und Planungssysteme (ERP) für alle drei Geschäftsbereiche neu aufgesetzt und von drei jeweils massgeschneiderten Lösungen ersetzt werden. Hierfür prüfe der Konzern die Gründung von Tochtergesellschaften unter dem Dach der Merck KGaA , "um darin die einzelnen Geschäfte und ERP-Systeme besser abzubilden". ERP-Systeme sind rechnergestützte Systeme zur Ressourcenplanung in Unternehmen.
16.05.2017 12:46

Beabsichtigt sei, auf diese Weise von den globalen Wachstumschancen der drei Geschäfte langfristig bestmöglich profitieren zu können, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Konzernzentrale bleibe auch weiter am Standort Darmstadt, betonte Merck-Chef Stefan Oschmann laut Mitteilung. "Jetzt, in einer Situation, in der es Merck sehr gut geht, wollen wir den Standort strategisch für weiteres Wachstum in den drei Geschäften vorbereiten." Die ERP-Systeme seien bislang in erster Linie für die Anforderungen am Standort Darmstadt optimiert gewesen, unterstützen die weltweiten Bedürfnisse der Unternehmensbereiche aber nur noch bedingt.

Die geplanten Massnahmen und ihre konkrete Ausgestaltung stehen laut Merck noch unter Vorbehalt. Eine Umsetzung soll nach derzeitigem Stand im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2018 erfolgen./tav/stb

(AWP)