Merck und Pfizer brechen wichtige Krebsstudie ab

Der Darmstädter Merck-Konzern und sein US-Partner Pfizer haben eine wichtige Krebsstudie abgebrochen. Der in der fortgeschrittenen Phase III Studie ermittelte Nutzen rechtfertige eine Weiterführung nicht, teilten die Pharmakonzerne am späten Dienstagabend mit. In der Studie wurde die Krebsimmuntherapie Avelumab bei unbehandeltem fortgeschrittenen Eierstockkrebs untersucht.
20.03.2019 09:15

Der Abbruch ist ein weiterer Rückschlag für die beiden Partner in ihrer Forschung am Ovarialkarzinom. Bereits im November hatten Merck und Pfizer erklärt, dass eine Studie bei einer bestimmten Eierstockkrebsform nicht die erhofften Ergebnisse geliefert hatte. Die Merck-Aktie war damals eingeknickt - am Mittwoch reagierte das Papier im vorbörslichen Handel ebenfalls negativ: Der Kurs gab um gut zwei Prozent nach.

In der nun abgebrochenen Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Avelumab in Kombination mit Chemotherapie gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Avelumab plus dem Mittel Talazoparib untersucht. Die beiden Unternehmen betonen nun, dass die Rolle der Immuntherapie bei Eierstockkrebs weiter erforscht werden müsse./tav/elm/jha/

(AWP)

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