Merck will 200 Arbeitsplätze abbauen - Standorte werden geschlossen

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA will in den nächsten fünf Jahren 200 Stellen abbauen. Das Life-Science-Geschäft (Produkte für die Pharmaforschung) solle effizienter werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Geplant sei, den Betrieb an den Standorten Eppelheim und Steinheim (beide Baden-Württemberg) sowie Hohenbrunn (Bayern) und Berlin mit zusammen fast 640 Beschäftigten bis Ende 2022 schrittweise zu schliessen.
12.07.2017 18:16

Einige Beschäftigte könnten an andere Merck-Standorte wechseln, so dass unter dem Schnitt mit einem Wegfall von 200 Arbeitsplätzen gerechnet werden könne. Gleichzeitig würden rund 90 Millionen Euro in die Standorte Darmstadt (Hessen), Schnelldorf (Bayern), Buchs (Schweiz) und Molsheim (Frankreich) investiert.

Weltweit hat Merck rund insgesamt 51 000 Mitarbeiter, in Deutschland gibt es fast 12 800 Beschäftigte. Im Bereich Life Science gibt es weltweit etwa 19 000 Mitarbeiter in 66 Ländern.

Die Gewerkschaft IG BCE kritisierte das Vorgehen. "Die Standorte arbeiten durchweg erfolgreich", hiess es in einer Mitteilung. Die Entscheidung sei bei den betroffenen Betriebsräten auf Unverständnis gestossen. Sie wollten für den Erhalt der Standorte kämpfen./jba/DP/jha

(AWP)