Metall-Zug-Aktien eröffnen nach Umsatzwarnung deutlich tiefer - Umbau belastet

Die Aktien von Metall-Zug geben am Montag im frühen Handel markant nach. Die Industriegruppe gab am vergangen Freitag nach Börsenschluss bekannt, dass die Ergebniserwartungen nach unten angepasst werden. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet das Unternehmen neu mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von rund 75 Mio CHF, nachdem anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen lediglich von einem "leicht tieferen" Betriebsergebnis als die im Vorjahr erreichten 94 Mio die Rede war. Die Analysten reagieren mit Abstufungen.
06.11.2017 09:42

Gegen 9.25 Uhr notieren die wenig liquiden Metall Zug B-Aktien rund 8,4% tiefer bei 3'426 CHF, während der am SPI gemessene Gesamtmarkt mit +0,01% knapp gehalten tendiert.

Die ZKB stuft aufgrund der Gewinnwarnung die Aktie von "Übergewichten" auf "Marktgewichten" um. Die wiederholten Verzögerungen beim Turnaround von Belimed und die Erneuerung des Produktionsstandortes Zug beeinträchtige den Investment Case "stärker als wir bisher antizipiert haben", heisst es in einem ersten Kommentar.

Auch bei der Bank Vontobel ist man von den weiterhin deutlichen Verlusten von Belimed "besonders enttäuscht". Zudem rechne man für das nächste Jahr aufgrund des starken EUR mit einer Erhöhung der Rohstoffkosten für Haushaltsgeräte. Angesichts der Eigentümerstruktur und der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens gebe es zudem nicht genug Druck zur Einleitung von schnellen Gegenmassnahmen zur Verbesserung der Rentabilität. Mit einem neuen Kursziel von 3'750 CHF, nach 4'400 CHF zuvor, stuft Vontobel die Aktie auf "Halten" von "Kaufen" zurück.

Eine Neubewertung des Ratings nach unten nimmt auch Kepler Cheuvreux vor. Neben Belimed ortet der Analyst Torsten Sauter Probleme insbesondere in den höheren Kosten für den Umbau des Produktionsstandorts. Dies verweise auf eine mögliche längere Durststrecke im Geschäft mit Haushaltswaren.

sta/cf

(AWP)