Metall Zug steigert 2016 Umsatz und Ergebnis - höhere Barausschüttung

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Die Industriegruppe Metall Zug hat im Geschäftsjahr 2016 bei Umsatz und Ergebnis etwas deutlicher zugelegt als mit den provisorischen Zahlen Anfang Februar gemeldet. Betriebs- und Nettoergebnis stiegen überproportional, auch dank des Verkaufs eines Areals in Ballwil. Die Bar-Dividende wird angehoben, ein Sachanteil wie im Vorjahr wird jedoch nicht bezahlt. Im laufenden Jahr wird ein stabiles Betriebsergebnis erwartet.
23.03.2017 09:02

Der Reingewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 49% auf 84,9 Mio CHF, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. 2015 war das Ergebnis noch durch die Frankenstärke belastet. Auch ein positives Finanzergebnis von 10,3 Mio (VJ -8,2 Mio.) trug dank der positiven Performance der Wertschriften zum besseren Konzernergebnis bei.

Die vorab publizierten Zahlen wurden nach deren Prüfung noch leicht nach oben angepasst. Demnach wuchs der Umsatz um 3,5% auf 960,6 Mio CHF. Organisch, also bereinigt um Akquisitions- und Währungseinflüsse, betrug das Wachstum im Lokalwährungen 2,9%.

Das Betriebsergebnis EBIT legte um rund 17% deutlicher auf 94,1 Mio CHF zu. Hierin ist der Gewinn aus dem Verkauf des Areals in Ballwil in Höhe von 5,1 Mio CHF enthalten. Die Analystenschätzungen lagen durchwegs niedriger.

Die Metall Zug-Gruppe umfasst den grössten Geschäftsbereich Haushaltapparate, die Belimed-Gruppe (Infection Control) sowie den Hersteller von Kabelverarbeitungs-Maschinen Schleuniger (Wire Processing).

WACHSTUM IN ALLEN BEREICHEN

Der Geschäftsbereich Haushaltapparate habe sowohl im Heimmarkt als auch international Wachstum verbucht, heisst es weiter. Der Bruttoumsatz stieg um 3,0% auf 599,2 Mio CHF. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte mit +11% auf 76,8 Mio überproportional zulegen. Die grösstenteils in der Schweiz produzierende V-ZUG habe in einem leicht rückläufigen Heimmarkt ihre starke Position wiederum verbessert. Im Ausland habe der selektive Ausbau der internationalen Präsenz zu einem substanziellen Wachstum geführt und auch die Erweiterung der Produktpalette habe zum Erfolg beigetragen. Die Sibirgroup festigte ihre Marktposition, ebenfalls mit neuen Produkten sowie mit Neukunden in der Westschweiz und im Tessin, heisst es weiter. Bei der Gehrig Group wurde Wachstum in den wichtigsten Segmenten Spülen, Thermik, Kaffee und Service ausgemacht. Zudem verweist Metall Zug auf einen Spülmaschinen-Grossauftrag für die Speisewagen der SBB.

Bei Belimed wuchs der Umsatz um 3,9% auf 206,1 Mio CHF. Der erneut negative EBIT von -6,2 Mio (VJ -12,9 Mio) habe sich planmässig gegenüber dem Vorjahr verbessert, schreibt Metall Zug. Hier seien die Produktionsverlagerungen termingerecht und im Rahmen des Budgets abgeschlossen worden. Belimed verfüge nun über je einen Produktionsstandort in der Schweiz, in Deutschland und in Slowenien. Der Fokus liege nun darauf, die Restrukturierungsmassnahmen abzuschliessen und die Strukturen zu festigen, betont das Unternehmen.

Der Kabelverarbeitungs-Spezialist Schleuniger steigerte den Bruttoumsatz um 5,4% auf 158,2 Mio CHF und den EBIT um 7,5% auf CHF 22,8 Mio. Die verhaltene Entwicklung in China habe das Umsatzwachstum gebremst. Positiv wird die strategische Zusammenarbeit mit der britischen Laser Wire Solutions und die hier erworbene Minderheitsbeteiligung erwähnt. Zudem wurde die Beteiligung von 35% am deutschen Kooperationspartner DilT AG - ein führender Softwarehersteller von Manufacturing Execution Systems - per 1. Januar 2017 auf 100% aufgestockt.

HÖHERE BARAUSSCHÜTTUNG - KEIN SACHANTEIL

Der Generalversammlung vom 5. Mai 2017 wird eine höhere Barausschüttung von 7,00 CHF pro Namenaktie A und 70,00 CHF pro Namenaktie B vorgeschlagen. Im Vorjahr wurde eine Dividende bestehend aus Bar- und Sachkomponente ausgeschüttet. Diese betrugen bei den Namenaktien A 6,41 in Bar und Aktien im Wert von 4,66 CHF. Bei den Namenaktien B wurden entsprechend 64,10 CHF in bar und 46,61 in Aktien ausgegeben.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnet das Management mit anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Das Betriebsergebnis soll im Rahmen des Vorjahres ausfallen, gleichbleibende Rahmenbedingungen vorausgesetzt.

yr/cf

(AWP)