Meyer Burger-Aktien nach Beginn Bezugsrechtehandel deutlich tiefer

Thun (awp) - Die Aktien von Meyer Burger fallen am Mittwochmorgen nach Beginn der Bezugsfrist und des Bezugsrechtehandels deutlich zurück und nähern sich damit dem theoretischen "Nach-Rechte-Preis" an. Zudem hat das Unternehmen einen weiteren Investor gefunden, der sich zur Übernahme nicht gezeichneter neuer Aktien verpflichtet.
07.12.2016 11:23

Der Kurs der Meyer Burger-Aktie ist mit der Ausgabe der Bezugsrechte und dem Beginn des Handels um rund 60% eingebrochen. Gegen 11 Uhr notieren die Titel zu 1,03 CHF verglichen mit dem gestrigen Schlusskurs von 2,44 CHF.

Die Bezugsrechte, von denen fünf je gehaltener Aktie ausgegeben wurden, berechtigen zum Bezug der neuen Aktien zum Preis von 0,36 CHF. Der Kurs der Rechte liegt aktuell auf ebendiesem Wert und schwankte im bisherigen Tagesverlauf zwischen 0,44 und 0,32 CHF. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses der Aktie liegt der theoretische Nach-Rechte-Preis bei rund 0,71 CHF ((5 x 0,36 CHF + 2,44 CHF) / 6).

Am Mittwochmorgen hatte Meyer Burger im Rahmen der laufenden Kapitalerhöhung einen weiteren Investor präsentiert. Die Brustorm SA, eine Industrie- und Beteiligungsholding mit Sitz in der Schweiz, habe sich unter bestimmten Bedingungen verpflichtet, bis zu 16 Mio Aktien, für welche die Bezugsrechte nicht ausgeübt würden und die nicht anderweitig platziert werden könnten, zu übernehmen.

Die zwei inländischen institutionellen Investoren Veraison Capital und zCapital haben sich laut Meyer Burger verpflichtet, unter bestimmten Bedingungen gesamthaft bis zu 90,1 Mio Aktien zu einem Betrag von rund 32,4 Mio CHF zu übernehmen, für die kein anderer Abnehmer gefunden werden kann.

Die Brustorm SA würde die Aktien für einen Betrag von 5,76 Mio CHF zum Bezugspreis fest übernehmen. Damit seien bisher Zusicherungen mit drei Investoren über 107 Mio nicht gezeichnete Aktien zu einem einen Gesamtbetrag von gut 38 Mio CHF abgeschlossen worden.

Der Zulieferer für Solarzellenhersteller will durch die Ausgabe von rund 457 Mio neuen Aktien mindestens 160 Mio CHF erlösen. Das Geld braucht Meyer Burger, um auslaufende Schulden im kommenden Jahr zu bezahlen. Gläubiger und Banken hatten zuvor grünes Licht für die Anpassung der Bedingungen der Wandelanleihe und Verlängerung von Kreditverträgen gegeben - unter der Voraussetzung, dass die Kapitalerhöhung zustande kommt.

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(AWP)