Migros Bank 2016 mit rückläufigem Gewinn

Die Migros Bank hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 wegen tieferen Erträgen im Zinsen- sowie im Handelsgeschäft rückläufige Gewinnzahlen ausgewiesen.
17.01.2017 11:00
Das Logo der Migrosbank.
Das Logo der Migrosbank.
Bild: ZVG

Der Geschäftserfolg lag mit 266,2 Mio CHF um 7,5% unter dem Wert des Vorjahres. Unter dem Strich resultierte noch ein um 5,2% tieferer Reingewinn von 214,6 Mio CHF, wie das zur Migros-Gruppe gehörende Finanzinstitut am Dienstag mitteilte. Im Hypothekarmarkt war die Bank etwas langsamer unterwegs als im Jahr davor.

Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, ging der Netto-Erfolg um 3,0% auf 446,4 Mio CHF zurück. Den Rückgang führt die Migros Bank vor allem auf leicht erhöhte Wertberichtigungen für ihre Kredite zurück. Im Kommissionsgeschäft legte die Bank um 1,6% auf 89,2 Mio CHF zu, während das Handelsgeschäft (-14% auf 33,7 Mio) rückläufig war. Im Jahr davor hatte allerdings die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die SNB noch zu vielen Fremdwährungstransaktionen geführt.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil um 1,0% auf 278,5 Mio CHF. Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich leicht auf 47,2% (VJ 46,8%). Grund für den höheren Aufwand war ein Ausbau der Kernaktivitäten.

Die Bilanzsumme der Migros Bank erhöhte sich im vergangenen Jahr um 1,2% auf 42,8 Mrd CHF. Dabei stiegen die Hypothekarforderungen um 1,9% auf 34,2 Mrd CHF. Im Vorjahr war das Hypothekarwachstum mit 3,1% noch etwas höher ausgefallen. Man habe weiterhin "konsequent an der vorsichtigen Kreditvergabepolitik festgehalten", betont das Institut.

Für das neue Geschäftsjahr 2017 gibt sich die Migros Bank zurückhaltend: Angesichts der anhaltenden Negativzinsen und des damit verbundenen Margendrucks werde das Geschäftsumfeld 2017 herausfordernd bleiben. Nicht zuletzt dank einer neuen Organisationsstruktur sieht sich die Bank aber gut aufgestellt.

(AWP)