Migros verdient 2016 weniger - Wertberichtigungen bei Tochtergesellschaften

Die Migros hat auch im vergangenen Geschäftsjahr den Einkaufstourismus zu spüren bekommen und unter dem Strich nach Wertberichtigungen weniger verdient. Dennoch konnte die Genossenschafts-Gruppe erneut ihre Marktanteile ausbauen.
28.03.2017 10:45

Bei einem 1,2% höheren Gesamtumsatz von 27,7 Mrd CHF schrumpfte der Gruppengewinn um deutliche 16% auf 663 Mio CHF. Die Genossenschaft macht am Dienstag Wertberichtigungen bei Tochtergesellschaften dafür verantwortlich. Aber auch das Betriebsergebnis EBIT kam mit 911 Mio CHF um 7,2% unter dem Vorjahr zu liegen.

"Der nach wie vor starke Franken und der in der Folge konstant hohe Einkaufstourismus sowie der Online-Handel haben unser Geschäft auch im vergangenen Jahr geprägt", so Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB), in der Mitteilung.

Der Ende Jahr scheidende Bolliger streicht indes die Marktanteilsgewinne der Migros-Gruppe hervor. Dieser habe sich gemäss Schätzungen im Berichtsjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 21,9% erhöht. Zudem streicht er das Umsatzwachstum im Bereich E-Commerce heraus, welches bei +16% zu liegen kam.

Investiert hat die Migros deutlich mehr: Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr um knapp 23% auf 1,66 Mrd CHF. Im Fokus der Investitionstätigkeit standen den Angaben zufolge vor allem Initiativen im Bereich Flächenexpansion und Umbauten zur Attraktivitätssteigerung der Läden.

Die Zahl der Angestellten stieg erneut an und erreichte zum Jahresende 102'851 (+2,5%). In der Schweiz beschäftigte die Migros Ende Jahr rund 87'000 Personen oder 1,5% mehr. Die Erhöhung des Personalbestandes sei unter anderem auf den Ausbau in den Bereichen Online und Freizeit/Fitness zurückzuführen. Im Ausland sei der Personalbestand unter anderen durch die Akquisition von Tegut gewachsen.

ra/cf

(AWP)