Milliarden-Fusion: Brillenhersteller Luxottica und Essilor wollen Kräfte bündeln

In der Brillenbranche brechen mit einer Milliardenfusion neue Zeiten an. Der weltgrösste Brillenhersteller Luxottica , der unter anderem die Marke Ray-Ban und Gestelle für Luxusmarken wie Armani, Chanel oder Prada produziert, und der französische Brillenglas-Spezialist Essilor wollen zusammengehen. Dies teilten die beiden Unternehmen am Montag in Mailand und Paris mit. Zuvor hatte die "Financial Times" darüber berichtet.
16.01.2017 07:31

Das neue Unternehmen habe einen jährlichen Umsatz von mehr als 15 Milliarden Euro sowie 140 000 Angestellte in rund 150 Ländern. Der operative Gewinn beider Konzerne lag zuletzt bei zusammen rund 3,5 Milliarden Euro. Der Zusammenschluss dürfte das Ergebnis mittelfristig um 400 bis 600 Millionen Euro steigern. Langfristig dürften die Effekte höher ausfallen.

Chef des fusionierten Unternehmens soll Luxottica-Gründer Leonardo Del Vecchio werden. Die von ihm kontrollierte Holding Delfin werde nach dem Zusammenschluss zwischen 31 und 38 Prozent der Anteile des neuen Konzerns halten.

Delfin kontrolliert derzeit etwas mehr als 60 Prozent der Aktien des italienischen Unternehmens, das an der Börse derzeit knapp 24 Milliarden Euro wert ist. Essilors Börsenwert ist in den vergangenen Monaten vor allem wegen einiger Probleme in den USA um fast ein Fünftel auf 22 Milliarden Euro gefallen./zb/stb

(AWP)