Milliardenabschreibung liegt Deutscher Telekom schwer im Magen

Eine milliardenschwere Abschreibung hat der Deutschen Telekom zum Jahresschluss einen Verlust eingebrockt. Weil die Beteiligung an der britischen BT Group infolge der Abwertung des Pfundes nach dem Brexit und wegen eines Bilanzskandals deutlich weniger wert ist, setzte die Telekom den Wert in ihren Büchern um 2,2 Milliarden Euro herunter, wie sie am Donnerstag in Bonn mitteilte. Das sorgte im vierten Quartal für einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro, im gesamten vergangenen Jahr machte der Dax-Konzern damit einen überraschend niedrigen Konzerngewinn von 2,7 Milliarden Euro. Einige Analysten hatten mit der Abschreibung bereits gerechnet. Zu Jahresbeginn hatte der Verkauf des britischen Mobilfunkgeschäfts, durch den die Bonner zu der BT-Beteiligung kamen, zu einem milliardenschweren Sondergewinn geführt. Die Dividende für die T-Aktionäre soll um 5 Cent auf 60 Cent je Aktie ansteigen.
02.03.2017 07:30

Im laufenden Geschäft blieb die US-Mobilfunktochter T-Mobile US der Taktgeber im Konzern. Der Umsatz kletterte insgesamt um 5,6 Prozent auf 73,1 Milliarden Euro, das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 7,6 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Damit schnitt die Telekom in etwa wie erwartet ab. Für das Ergebnisplus sorgte hauptsächlich das US-Geschäft, aber zum ersten Mal seit längerer Zeit legte auch der deutsche Heimatmarkt knapp zu. Schwierig blieben die Geschäfte im europäischen Ausland und in der Geschäftskundensparte T-Systems./men/fbr

(AWP)