Millionen-Bussgeld gegen Deutsche Bank nach Geldwäsche-Razzia

Gut ein Jahr nach Durchsuchungen in der Zentrale der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Bussgelder in Höhe von 15 Millionen Euro verhängt. Es gehe dabei um Versäumnisse der Bank bei ihrer damaligen Tochtergesellschaft Regula Limited, wie die Frankfurter Anklagebehörde am Freitag mitteilte.
06.12.2019 17:18

Die Deutsche Bank erklärte, das Verfahren habe im Zusammenhang mit Geschäften deutscher Kunden durch Offshore-Gesellschaften gestanden, die von Regula gegründet worden seien. Die strafrechtlichen Vorwürfe der Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche gegen die beschuldigten Mitarbeiter und die Bank seien ausgeräumt.

Zugleich habe die Bank in einem gesonderten Bussgeldverfahren eine Geldbusse in Höhe von 5 Millionen Euro akzeptiert sowie "eine Abschöpfung von vermiedenen Kosten von 10 Millionen Euro wegen Versäumnissen im Kontrollumfeld der Bank".

Die Staatsanwaltschaft erläuterte, mit der Geldbusse würden Verstösse gegen das Geldwäschegesetz geahndet. Die Bank habe es versäumt, Verdachtsanzeigen wegen Geldwäsche rechtzeitig abzugeben. Zudem sei auf Leitungsebene die Aufsichtspflicht verletzt worden und die Bank in den fraglichen Jahren 2015 bis 2018 für den Kampf gegen Geldwäsche personell unzureichend ausgestattet gewesen.

Die Ermittlungen im Fall Regula gegen inländische Kunden der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft an./brd/DP/men

(AWP)

 

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