'MM': Thyssenkrupp-Tata-Fusion spart bis zu 600 Millionen Euro ein

Eine mögliche Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit dem europäischen Ableger von Tata Steel könnte laut einem Pressebericht pro Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro an Einsparungen bringen. Wie das "Manager Magazin" am Donnerstag vorab aus seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstag 26. Mai) berichtet, beziffern die Partner des angedachten Gemeinschaftsunternehmens die Synergien auf 400 bis 600 Millionen Euro jährlich. Dabei beruft sich das Magazin auf Informationen von Eingeweihten. Bei Thyssenkrupp war wegen des Feiertages in der Pressestelle zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen.
25.05.2017 14:49

Mit den Einsparungen würde das Geschäft deutlich robuster und ertragsstärker, hiess es weiter im Bericht. Bislang leiden beide Unternehmen unter schwankenden Preisen und den Überkapazitäten in der Branche. Bei Thyssenkrupp werde die Zielrendite trotz eigener Sparprogramme regelmässig verfehlt. In die Verhandlungen sei nach zwischenzeitlichen Verzögerungen nun wieder deutlich Schwung gekommen.

Die indische Tata Steel und Thyssenkrupp sprechen bereits seit vergangenem Jahr über eine Zusammenführung ihrer europäischen Stahlgeschäfte. Erst jüngst hatte das mögliche Vorhaben eine Hürde genommen: Tata hat in Grossbritannien eine Lösung für seine milliardenschweren Pensionsverpflichtungen gefunden, der die Behörden aber noch zustimmen müssen./stb/jha/

(AWP)