Mobiliar steigert den Gewinn dank stark verbessertem Anlageergebnis

Die Mobiliar hat im Geschäftsjahr 2016 den Gewinn gesteigert, mehr Prämien eingenommen und damit die bereits starke Position am Markt weiter ausgebaut. Der Gewinn nahm um knapp 15% auf 440 Mio CHF zu, wie die genossenschaftlich organisierte Versicherungsgruppe am Donnerstag mitteilt. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf das markant höhere Anlageergebnis zurückzuführen.
06.04.2017 11:00

Die Kapitalanlagen trugen 2016 insgesamt 374 Mio CHF zum Ergebnis bei, nach nur 235 Mio im Vorjahr. Allein das Ergebnis der Goldanlagen habe sich dank Zuschreibungen um 64,5 Mio verbessert. Auf den Kapitalanlagen zu Buchwerten von 16,2 Mrd erzielte die Mobiliar eine Anlagerendite von 2,3% nach zuvor 1,5%. Die Anlageperformance betrug stabile 2,2%.

Das Eigenkapital nahm um 9,4% auf 4,34 Mrd CHF ab. Mit Blick auf die Ergebnisverbesserung kletterte die Eigenkapitalrendite auf 9,6% (VJ 8,2%). Die Kunden werden auch in diesem Jahr am Erfolg beteiligt. Ab Mitte 2017 werden die Prämien der Haushalt- und Gebäudeversicherungen um 20% vergünstigt, wofür die Mobiliar erneut 155 Mio CHF aufwendet.

Die Bruttoprämieneinahmen steigerte der Versicherer um 3,2% auf 3,63 Mrd CHF. In der Sparte Nichtleben wuchs das Volumen um 3,1% auf 2,83 Mrd rascher als der Gesamtmarkt (laut SVV-Schätzungen: 1,1%), während sich die Combined Ratio leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 88,9% verschlechtert hat.

In der Lebensversicherung gingen die Einnahmen um 3,6% hoch auf 803 Mio CHF. Insbesondere im Einzellebengeschäft mit wiederkehrenden Prämien habe man mit 10% stark zugelegt. Demgegenüber nahmen die wiederkehrenden Kollektivlebenprämien um 4,4 ab. Das technische Ergebnis sank auf -107 Mio CHF von -89, wobei den Kunden Überschussbeteiligungen in Höhe von 43,7 Mio gutgeschrieben worden seien.

"Der Mobiliar ist es einmal mehr gelungen, schneller als der Gesamtmarkt zu wachsen", wird CEO Markus Hongler in der Mitteilung zitiert. Dabei hätten in der Nichtlebenversicherung alle strategischen Geschäftsfelder einen Beitrag dazu geleistet. Im Lebengeschäft hätten sich vor allem die Sparversicherungen mit wiederkehrenden Prämien erfolgreich entwickelt, so Hongler.

Derweil hat die Mobiliar die eigenen Vorsorgeeinrichtungen gestärkt und einen patronalen Zuschuss von 71,7 Mio CHF an ihre Pensionskasse geleistet. Damit könnten die laufenden Renten auf dem derzeit tiefen Zinsniveau ausfinanziert und Quersubventionierungen verhindert werden, erklärt Hongler.

mk/dm

(AWP)