Morgan Stanley verdoppelt Quartalsgewinn

(Ausführliche Fassung) - Der Börsen-Boom im Zuge der US-Präsidentenwahlen hat der Investmentbank Morgan Stanley einen starken Jahresabschluss beschert. Der Überschuss verdoppelte sich im vierten Quartal verglichen zum Vorjahreszeitraum von 753 Millionen auf 1,5 Milliarden US-Dollar (1,4 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Dienstag in New York mitteilte. Die Erträge kletterten um 17 Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse übertrafen die Prognosen der Analysten deutlich.
17.01.2017 14:41

Morgan Stanley profitierte stark vom brummenden Handel mit Wertpapieren an den Finanzmärkten. Die Aussicht auf steigende Zinsen und schnelleres Wachstum durch ein von Donald Trump angekündigtes Konjunkturpaket hatte die Börsen seit den US-Wahlen kräftig angeschoben. Bei Morgan Stanley machte sich das vor allem im Anleihegeschäft bemerkbar, hier stiegen die Erträge von 550 Millionen auf 1,5 Milliarden Dollar. In der Vermögensverwaltung schaffte die Bank ein Plus von 6 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar.

Morgan Stanley war an der Börse auch selbst einer der grossen Gewinner der Trump-Rally. Getrieben von der Hoffnung auf höhere Zinsen und weniger Regulierung verbuchte die Aktie seit der Wahl Kursgewinne in Höhe von fast 30 Prozent. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente Morgan Stanley unter dem Strich 5,5 Milliarden Dollar. Das waren 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Erträge sanken um 1 Prozent auf 34,6 Milliarden Dollar.

Die Rivalen JPMorgan Chase und Bank of America hatten am Freitag ebenfalls starke Quartalszahlen vorgelegt. JPMorgan erzielte im Schlussquartal einen Überschuss von 6,7 Milliarden Dollar, fast ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Konkurrent Bank of America steigerte den Nettogewinn um satte 43 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Wells Fargo musste hingegen Abstriche machen - ein Scheinkonten-Skandal drückte auf die Bilanz. Goldman Sachs und Citigroup wollen ihre Ergebnisse an diesem Mittwoch veröffentlichen./hbr/stw/stb

(AWP)