Munich Re: Erholung der Rückversicherungspreise endet 2019

Ein Jahr nach der verheerenden Hurrikan-Serie in den USA schminkt sich der weltgrösste Rückversicherer Munich Re einen weiteren Anstieg des Prämienniveaus schon wieder ab. Bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft Anfang 2019 könne es "Preisänderungen in beide Richtungen geben, aber insgesamt wohl stabile Preise", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Sonntag beim jährlichen Branchentreffen in Monte Carlo. Dort lotet die Branche mit Maklern und Kunden, sogenannten Erstversicherern wie Allianz und Axa, die Konditionen für das kommende Jahr aus.
09.09.2018 15:32

Dass die schweren Katastrophenschäden die Preise für Rückversicherungsschutz nicht generell deutlich teuer machen, liegt Experten zufolge vor allem an der starken Konkurrenz in dem Geschäft, in dem branchenfremde Investoren wie Pensions- und Hedgefonds immer stärker mitmischen. Bereits in den Vorjahren waren die Preise für Rückversicherungsschutz immer weiter gesunken.

2017 kamen Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Erdbeben und Waldbrände die Versicherungsbranche schliesslich so teuer zu stehen wie nie zuvor. Dennoch konnte die Munich Re bei den drei grossen Vertragserneuerungen seit Anfang 2018 lediglich Prämienerhöhungen von rund einem Prozent durchsetzen, wie Jeworrek sagte. In den von Katastrophen wie Stürmen und Erdbeben betroffenen Gebieten habe sie die Preise zwar um bis zu 25 Prozent anheben können. Im Gesamtgeschäft schlug sich dies aber nur teilweise nieder./stw/men

(AWP)

 
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