Munich Re stellt sich auf Belastung durch 'Harvey' und 'Irma' ein

Die Hurrikan-Saison in der Karibik und den USA dürfte auch in der Bilanz des weltgrössten Rückversicherers Munich Re ihre Spuren hinterlassen. "'Harvey' und 'Irma' werden erhebliche Ereignisse für den Versicherungsmarkt", sagte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek am Sonntag beim alljährlichen Branchentreffen in Monte Carlo. Wie teuer die Schäden durch die Hurrikans "Harvey" und "Irma" den Dax-Konzern aus München zu stehen kommen, konnte der Manager noch nicht einschätzen. Das Zentrum von "Irma" hatte erst wenige Stunden zuvor die Südspitze Floridas erreicht.
10.09.2017 16:44

Die versicherten Schäden durch den vorigen Hurrikan "Harvey" schätzt Jeworrek auf insgesamt 20 bis 30 Milliarden US-Dollar - etwa so viel wie bei Wirbelsturm "Sandy" im Jahr 2012. Jeworrek hat in der Summe allerdings auch diejenigen Schäden eingerechnet, die von dem staatlichen Flutversicherungsprogramm NFIP abgedeckt werden. Die Aufteilung zwischen den Versicherern und dem NFIP werde einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte der Manager.

Versicherer und Rückversicherer müssen bei "Harvey" vor allem für Wind- und Sturmschäden geradestehen. Allerdings hat das NFIP selbst bei Rückversicherern Schadendeckungen eingekauft, die sich laut der Ratingagentur Standard & Poor's auf rund eine Milliarde US-Dollar belaufen. Auch die Munich Re sei einer dieser Rückversicherer, sagte Jeworrek./stw/he

(AWP)