Myriad reduziert 2016 Verlust deutlich, ebenso den Umsatz

(Ausführliche Fassung) - Das Technologieunternehmen Myriad hat im Geschäftsjahr 2016 erneut weniger Umsatz erzielt. Dafür wurde der Verlust gegenüber dem Vorjahr wegen des Wegfalls von Sonderkosten deutlich eingedämmt. Die Nutzerzahlen für die Social-Media-App Versy, die im letzten Frühling lanciert worden ist, liegen zu Beginn des Jahres 2017 unter den Erwartungen. Gleichwohl will das Unternehmen die App weiterentwickeln.
23.02.2017 19:26

Der Umsatz ging um gut 46% auf 14,7 Mio USD zurück, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilt. Dies sei insbesondere auf den anhaltenden Rückgang in der Device Solutions Division, auf die noch fehlenden Umsätze von Versy sowie auf den anhaltenden Preisdruck im Kernmarkt für USSD-Services (Unstructured Supplementary Service Data) zurückzuführen.

Ausserdem habe Facebook den Support für ihre USSD-Produkte eingestellt, was den Umsatz der Division Connect belastet habe. "Ich weiss nicht wiese Facebook diesen Support eingestellt hat, aber dies ist eine Tatsache", sagte dazu CEO und VR-Präsident Erik Hansen an einer Telefonkonferenz.

Der operative Verlust auf Stufe EBIT wurde auf 28,2 Mio USD von 65,5 Mio im Vorjahr deutlich reduziert. Das Vorjahresergebnis wurde durch nicht-Cash-relevante Kosten in der Höhe von 47,5 Mio USD belastet, unter anderem etwa durch Wertberichtigungen auf die 2012 übernommene Synchronica. Der Reinverlust verringerte sich auf 29,2 von 67,9 Mio USD. Der Cash-Bestand per Ende 2016 lag noch bei 19,2 Mio USD, nach 30,0 Mio per Ende Juni 2016.

VERSY VERLIRET USER WEGEN TIEFERER MARKETINGAUSGABEN

Die Userzahlen von Versy fielen im vierten Quartal 2016 auf gut 1 Mio von 1,2 Mio per Ende September 2016 zurück. Dies begründet Myriad mit markant eingeschränkten Marketingausgaben für das Produkt im vierten Quartal. Künftig werde hier nachhaltigeres und werthaltigeres Wachstum angestrebt.

Im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr heisst es, 2017 biete "exzellente Möglichkeiten, nachdem 2016 ein Jahr des Übergangs gewesen sei". Für die Division Connect prognostiziert Myriad im Jahr 2017 stabile Umsätze. Hier würden die Mittel künftig weg von kurzfristigen Umsatzgelegenheiten zu mehr strategischen und langfristigen Zielen geleitet.

Trotz der unerwartet tiefen User-Zahlen von Versy soll der Fokus im ersten Semester weiterhin auf dem Ausbau von engagierten Gemeinschaften liegen. Myriad geht indes davon aus, dass Versy wie bereits 2016 auch im Jahr 2017 noch keinen Umsatz generieren wird. In der Division Device Solutions sollen die Kosten angesichts der schrumpfenden Märkte weiterhin den erwarteten Umsätzen angepasst, das heisst gesenkt werden. "Wir streben für beide Divisionen den Break-Even an", sagte dazu Finanzchef Peter McCormack.

Genauere Informationen zu den Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr will das Unternehmen an einem Investorentag am 6. April geben.

cf/

(AWP)