NAB erzielt 2016 mit 128 Mio CHF tieferen Jahresgewinn

Die Credit-Suisse-Tochter Neue Aargauer Bank (NAB) hat 2016 einen tieferen Gewinn als im Vorjahr eingefahren. Der Gewinn sank um 6,9% auf 128,2 Mio CHF, der Bruttogewinn ging um 14,4% auf 146,6 Mio CHF zurück.
09.03.2017 13:24

Im Vergleich der letzten fünf Jahre sei ein überdurchschnittlicher Jahresgewinn erzielt worden, teilte die NAB am Donnerstag in Aarau mit. Die Bank sprach von einem "guten Ergebnis".

Der Erfolg aus dem ordentlichen Bankgeschäft sank um 6,1% auf 326,8 Mio CHF. Der um 3,1% reduzierte Nettozinserfolg von 232,2 Mio widerspiegle die Belastung durch die Negativzinsen, hiess es. Die NAB belaste Privat- und Firmenkunden nicht mit Negativzinsen.

Der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ging um 4,1% auf 66,1 Mio CHF zurück. Der Neugeldzufluss von Privaten sowie Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) lag bei 632 Mio CHF.

Weil jedoch ein Grosskunde absprang (minus 350 Mio CHF), beträgt der Netto-Neugeldzufluss unter dem Strich 281,5 Mio. Die Kundeneinlagen stiegen um 1,9% auf 12,6 Mrd.

ZURÜCKHALTUNG BEI HYPOTHEKEN

Die Hypothekenforderungen sanken um 0,8% auf 18,9 Mrd CHF. Bei tiefmargigen Renditefinanzierungen ausserhalb des Aargaus oder ohne nachhaltige Kundenbeziehung ist die NAB nach eigenen Angaben "zurückhaltend" bei der Vergabe von Hypotheken.

Die Bank schätzt den Aargauer Immobilienmarkt weiterhin als nicht überhitzt ein. Als Gründe werden die Zuwanderung, die tiefen Zinsen und die hohe Standortattraktivität genannt.

Die NAB reduzierte den Geschäftsaufwand 2016 um 2% auf 180,2 Mio CHF. An Bund, Kanton und Gemeinden bezahlt die NAB 34,4 Mio Steuern. Die Aktionäre sollen eine gleich hohe Dividende wie im Vorjahr erhalten.

Die Arbeit der NAB-Geschäftsleitung wurde mit 4,2 Mio CHF in Form von Löhnen und variablen Ansprüchen vergütet. Der per Ende September abgetretene NAB-Chef Peter Bühlmann erhielt mit 950'000 CHF den höchsten Betrag.

ra/

(AWP)