Nach geplatztem Airbus-Deal: Polen will heimische Firma beauftragen

MIELEC (awp international) - Nach einem geplatzten Hubschrauber-Deal mit Airbus will Polen den Milliarden-Auftrag für seine Armee an ein heimisches Unternehmen vergeben. Die Gespräche mit dem Flugzeughersteller PZL (Panstwowe Zaklady Lotnicze) würden diese Woche aufgenommen, kündigte Verteidigungsminister Antoni Macierewicz am Montag an. Die ersten Maschinen des Typs Black Hawk sollten demnach noch in diesem Jahr geliefert werden. Macierewicz besuchte die Firma im südostpolnischen Mielec am Montag gemeinsam mit Ministerpräsidentin Beata Szydlo.
10.10.2016 16:52

Vergangene Woche hatte Polen Verhandlungen mit Airbus Helicopters über eine Bestellung von Caracal-Hubschaubern im Listenwert von rund drei Milliarden Euro abgebrochen. Sie waren vor rund einem Jahr von Polens damaliger Regierung aufgenommenen worden, seit November 2015 regiert die nationalkonservative PiS-Partei. Man habe sich mit dem französischen Unternehmen nicht einigen können, begründete Szydlo die Entscheidung. Frankreichs Präsident François Hollande hatte daraufhin einen für diese Woche geplanten Besuch in Warschau verschoben./nat/DP/jha

(AWP)