Nachfrage der Bau- und Chipindustrie treibt Chemiekonzern DowDupont an

Gut laufende Geschäfte mit Kunststoffen und Spezialchemikalien haben dem US-Chemieriesen DowDupont zum Jahresstart Rückenwind verliehen. Die Schwäche des Agrarchemie-Bereichs wurde mehr als ausgeglichen. Hier rechnet der Konzern nach Belastungen durch das für die Landwirte ungünstige Wetter nun mit Besserung. Bei den Anlegern kamen die Zahlen gut an. Die Papiere legten im vorbörslichen US-Handel zunächst leicht zu.
03.05.2018 13:20

Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 5 Prozent auf 21,5 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Midland mitteilte. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 6 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Bei den Kennziffern handelt es sich um Pro-Forma-Zahlen, da sonst kein Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum möglich wäre. Hintergrund ist die Fusion der Chemiekonzerne Dow Chemical und Dupont im vergangenen Jahr zu DowDupont.

Dabei wird es aber nicht bleiben. Der neu geschaffene Konzern wird in drei einzelne, jeweils börsennotierte Unternehmen aufgespalten. Am Zeitplan hält Chef Ed Breen fest. Bis Mitte 2019 sollen die Trennungen vollzogen sein. Als erstes soll der Kunststoffbereich bis zum Ende des ersten Quartals 2019 abgetrennt werden. Die Unternehmen für Agrarchemikalien und für Spezialchemikalien sollen dann bis zum ersten Juni desselben Jahres folgen.

Auch bei den geplanten Einsparungen von 3,3 Milliarden Dollar im Zuge der Fusion sieht sich DowDupont auf Kurs. Insgesamt seien schon mehr als 300 Millionen Dollar realisiert worden, hiess es. Der Fokus richte sich mittlerweile auch stärker auf Umsatzsteigerungen./mis/tav/jha/

(AWP)