NatWest trennt sich von irischer Tochter und will wieder Dividende zahlen

Die britische Grossbank NatWest (früher Royal Bank of Scotland) hat sich neue Ziele gesetzt und will wieder Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. So wolle sich Grossbritanniens grösster Unternehmenskreditgeber schrittweise von seiner irischen Tochter Ulster Bank trennen, teilte Natwest am Freitag in London mit.
19.02.2021 16:04

Die Ulster Bank bleibt seit der Finanzkrise hinter den Erwartungen zurück. Darüber hinaus will Natwest wieder drei Pence pro Aktie ausschütten, nachdem sie in der Corona-Pandemie Kapitalreserven zurückhalten wollte. Das sei das Maximum, was die Behörden derzeit zuliessen, heisst es.

Anleger reagierten positiv auf die Ankündigung. Die Aktie der Bank stieg am Nachmittag um knapp 3,7 Prozent auf rund 177 Pence.

Allerdings wollte Bankchefin Alison Rose keine allzu grossen Hoffnungen wecken. Zwar solle die Rendite in den kommenden drei Jahren verbessert und Kosten gesenkt werden, sagte sie am Freitag. Allerdings unterliegen die mittel- und langfristigen Prognosen wegen der Corona-Pandemie weiterhin erheblichen Unsicherheiten.

In den letzten drei Monaten von 2020 erzielte Natwest ein operatives Vorsteuerergebnis von 64 Millionen britische Pfund (73,8 Mio Euro). Das war zwar mehr, als Branchenexperten auf dem Zettel hatten. Insgesamt verabschiedet sich die Bank aber mit einem Verlust vom Corona-Jahr. Auf Jahresebene steht ein operatives Minus von 351 Millionen Pfund./ngu/knd/he

(AWP)

 
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