Nestlé erzielt organ. Wachstum von 2,6% - Schnellere Restrukturierung

Nestlé ist in der Neunmonats-Periode von Januar bis September 2017 leicht über den der Erwartungen gewachsen. Der Umsatz-Ausblick für das Gesamtjahr 2017 wurde bestätigt. Die Restrukturierung geht aber schneller voran als geplant, so dass die EBIT-Marge rückläufig sein wird.
19.10.2017 07:38

Der Westschweizer Konzern legte laut Mitteilung vom Donnerstag organisch, d.h. um Wechselkursveränderungen und Zukäufe bereinigt, um 2,6% zu, wobei 1,8% auf Mengenwachstum (internes Realwachstum RIG) und 0,8% auf Preisanpassungen zurückzuführen waren. Das organische Wachstum in den Industrieländern betrug 0,8% und in den Emerging Markets 5,1%.

Nach zwei sehr schwachen Quartalen mit Werten von 2,3 und 2,4% hat sich das organische Wachstum damit im dritten Quartal wieder etwas beschleunigt, und zwar auf 3,1%.

Der Gesamtumsatz von Januar bis September betrug 65,3 Mrd CHF (-0,4%) und wurde beeinflusst von den Wechselkursen mit -0,4% und Akquisitionen (per Saldo) mit -2,6%.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Nestlé die Markterwartungen (AWP-Konsens) für das Wachstum leicht übertroffen. Analysten hatten das organische Wachstum bei 2,5% (Bandbreite 2,5 bis 2,7%) und das interne Realwachstum bei 1,6% (1,5 bis 1,7%) geschätzt, der Umsatz wurde bei 65,5 Mrd gesehen.

Das organische Umsatzwachstum habe weiter von einem "im Branchenvergleich führenden" Volumenwachstum profitiert, heisst es. Preisanpassungen seien derweil gering geblieben. Die Zone AOA habe eine weitere Verbesserung des organischen Wachstums verzeichnet, so Nestlé. Wie erwartet, sei Westeuropa organisch wieder zum Wachstum zurückgekehrt, getragen von einem starken Beitrag der Kategorien Kaffee und Süsswaren.

CEO Mark Schneider zeigt sich in der Mitteilung einigermassen zufrieden: "Unser Umsatz für die ersten neun Monate entspricht unseren im Juli kommunizierten Erwartungen."

Die Effizienzverbesserung sei eine wichtige Priorität, so der CEO weiter. Man habe zusätzliche Möglichkeiten gefunden, um die Margenverbesserung zu beschleunigen, was 2017 zu einem weiteren Anstieg der Restrukturierungskosten und anderen damit verbundenen Kosten (400 bis 500 Mio CHF) führen werde. Demzufolge dürfte die operative Ergebnismarge bei konstanten Wechselkursen um 40-60 Basispunkte abnehmen. Die Entwicklung der zugrunde liegenden operativen Ergebnismarge entspreche derweil "voll unseren Erwartungen" und sollte sich um mindestens 20 Basispunkte verbessern.

Der Ausblick zum Umsatz für 2017 wird bestätigt: Nestlé erwartet nun organisches Wachstum für das Gesamtjahr auf etwa dem Niveau der ersten neun Monate.

uh/

(AWP)