Neuer Chef will mit Crealogix in Asien wachsen

Der neue Chef des Bankensoftware-Spezialisten Crealogix, Oliver Weber, legt den Fokus auf die Transformation des Unternehmens hin zu einem Plattformanbieter mit Cloud-Angebot. Weber will dabei mit Crealogix profitabel wachsen, wie er im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (Online am 4.2.) erklärte. Wachstumschancen sieht er vor allem in Asien.
04.02.2020 18:45

Oliver Weber hat bei Crealogix Anfang Jahr das Zepter übernommen. Er trat die Nachfolge von Thomas Avedik an, der nach vier Jahren in den Ruhestand getreten ist. Die vergangenen Herbst ausgegebenen Ziele behalten aber unter Webers Führung Gültigkeit. "Wir streben Umsatzwachstum an und möchten mittelfristig eine zweistellige Ebitda-Marge erreichen", bekräftigte der neue CEO.

In dem letzten Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2018/19 hat Crealogix einen Nettoverlust von 6 Millionen Franken geschrieben und war auch auf operativer Stufe nur knapp profitabel. Die Profitabilität will Weber mittelfristig verbessern. Wann sie ein Niveau erreicht, das die Gruppe wieder dividendenfähig macht, wollte er aber nicht verraten. Künftig soll den Aktionären aber wieder eine Dividende bezahlt werden.

Weber sieht bei Crealogix gute Chancen für profitables Wachstum, wie er im Interview weiter erklärte. Schweizer Banken würden "endlich realisieren", dass sie mehr in die Digitalisierung investieren müssen. Wenn es um Wachstum geht, blickt Weber aber vor allem nach Asien.

"Unser Wachstumsmotor der kommenden Jahre wird Asien sein", sagte der CEO. Der Markt ist heute noch wenig bedeutend für Crealogix. Das Geschäft soll dort laut Weber zunächst organisch oder über Vertriebspartnerschaften aufgebaut werden. Aber auch Zukäufe würden eine Rolle spielen. Mögliche Objekte müssten dabei eine gewisse Reife haben und komplementäre Technologie bieten, erklärte Weber.

mk/

(AWP)

 
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