Newron mit höheren Erlösen 2016 - Erwartet für 2017 deutliche Zuwächse

(Meldung um Aussagen vom CEO ergänzt) - Beim italienischen Pharmaunternehmen Newron wird 2017 das bereits gut gelaufene Geschäftsjahr 2016 nochmals toppen. Das kündigt zumindest der CEO Stefan Weber im Gespräch mit AWP nach den veröffentlichten Zahlen an. So war 2016 bereits ein erfolgreiches Jahr für das an der SIX kotierte Unternehmen. Mit Erlösen in Höhe von 6,7 Mio EUR fielen diese fast dreimal so hoch aus wie im Vorjahr.
02.03.2017 09:35

Bei den Lizenzeinnahmen stehen für das abgelaufene Geschäftsjahr 3,04 Mio EUR zu Buche, nachdem es im Vorjahr noch 1,80 Mio EUR waren. Hier macht sich die Zulassung des Parkinson-Mittels Xadago (Safinamide) zur Begleittherapie bei Parkinson in der EU deutlich bemerkbar. In die Einnahmen sind auch Umsatzbeteiligungen in Höhe von 1,7 Mio (VJ 0,5 Mio) EUR geflossen, teilt das an der SIX kotierte Unternehmen am Donnerstag mit.

'2016 ERST DER ANFANG'

"2016 war erst der Anfang - die Einnahmen dürften 2017 nochmals deutlich gegenüber dem Vorjahr zunehmen", kündigt Weber gegenüber AWP an. Denn das laufende Jahr sei das erste, in dem sich eine Art Basiseffekt bei Xadago für verschiedene Märkte einstellen dürfte. Im vergangenen Jahr sei Deutschland der einzige Markt in Europa gewesen, auf dem das Mittel seit Jahresbeginn erhältlich war, auf den übrigen Märkten war es erst im Jahresverlauf lanciert worden.

"Es steckt in diesem Jahr viel Musik bei uns drin", zeigt sich Weber äusserst zuversichtlich. So rechnet der Manager fest damit, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA Safinamide im März die Zulassung erteilen werde. Damit stünde noch in diesem Jahr die Markteinführung auf einem der wichtigsten Märkte an. Für den US-Markt hatte der Newron-Partner Zambon bereits im vergangenen März mit US WorldMeds eine strategische Zusammenarbeit zur Vermarktung von Safinamide vereinbart.

Dadurch würden Newron sowohl weitere Lizenzeinnahmen als auch Umsatzbeteiligungen sowie mögliche Meilensteinzahlungen bevorstehen, erklärt der Manager weiter.

STEUERGUTSCHRIFTEN BIS 2020

Für 2016 teilte Newron zudem mit, die Kosten um 33% auf 12,4 Mio deutlich reduziert zu haben. Hier macht sich allerdings eine Steuergutschrift in Italien positiv bemerkbar. Bis 2020 werde es weitere diese Steuergutschriften geben, erklärt Weber gegenüber AWP. die italienische Regierung unterstütze auf diesem Wege Unternehmen wie Newron, die weiterhin verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren.

Die Liquiden Mittel beziffert Newron per Ende 2016 auf 46,5 Mio nach 40,9 Mio EUR im Vorjahr. Damit sei man bis Ende 2018 finanziert.

Unter dem Strich weist Newron damit einen Verlust von 15,2 Mio EUR aus, nachdem er 2015 bei 22,8 Mio EUR gelegen hatte. Der Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit kam am Bilanzstichtag bei 19,6 Mio (VJ: 12,9 Mio) EUR zu liegen.

WEITERE WICHTIGE STUDIE AUF GUTEM WEG

Der Mittelabfluss werde im laufenden Jahr in etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr bleiben, kündigt Weber an. Das liege nicht zuletzt an der zulassungsrelevanten Studie mit Sarizotan zur Behandlung des Rett-Syndroms. Bis etwa November 2017 sollte der letzte Patient für diese Studie rekrutiert sein, mit ersten Daten sei dann etwa sechs Monate später zu rechnen. "Geht alles gut, könnte hier im kommenden Jahr die nächste Zulassung für uns anstehen."

hr/dm

(AWP)