Nissan zieht gegen Strafzahlung in Südkorea vor Gericht

Tokio (awp/sda/afp) - Der japanische Autobauer Nissan wehrt sich gegen eine Strafzahlung in Südkorea wegen angeblicher Manipulation von Abgaswerten. Die vom südkoreanischen Umweltministerium verlangte Summe von 330 Millionen Won (rund 270'000 Franken) sei bereits bezahlt worden, dennoch habe Nissan Klage vor einem Verwaltungsgericht eingereicht, teilte das Unternehmen am Montag mit.
27.06.2016 13:04

"Nissan weist die Vorwürfe weiterhin entschieden zurück", teilte der Konzern mit. Nissan bekräftigte am Montag, dass es keine illegale Vorrichtung im Nissan-Modell Qashqai verwende.

Im Streit geht es um dieses Modell. Bei diesen Autos wird laut dem Ministerium die Abgasreinigung ab einer Aussentemperatur von 35 Grad abgeschaltet. Die südkoreanischen Behörden riefen deswegen hunderte Exemplare zurück und verhängten die Strafe gegen Nissan. Ausserdem laufen auch strafrechtliche Ermittlungen.

Die südkoreanischen Behörden hatten im Dezember die Untersuchung von 20 Dieselmodellen eingeleitet. Hintergrund waren die Enthüllungen rund um den Abgas-Skandal bei Volkswagen. Der deutsche Konzern hatte im September eingeräumt, dass in Millionen Autos eine verbotene Software eingebaut wurde, die bei Tests einen niedrigeren Schadstoffausstoss als im Normalbetrieb bewirkt.

(AWP)