Norma wächst zum Jahresstart kräftig - Prognose bekräftigt

(Neu: Analysten, Aktienkurs und mehr Details) - Der Verbindungstechnikhersteller Norma Group hat im ersten Quartal von einer starken Nachfrage der Autoindustrie und Zukäufen profitiert. Umsatz und Gewinn legten kräftig zu. "Nach einem wirtschaftlich herausfordernden Jahr 2016 hat sich das erste Quartal 2017 gemäss unseren Erwartungen entwickelt", sagte Konzernchef Werner Deggim am Mittwoch bei Vorlage des Quartalsberichts. Die Prognosen bestätigte er.
10.05.2017 14:00

Norma habe in allen drei Regionen den Umsatz gesteigert. In der Region Amerika gelang dies aber nur durch Zukäufe und positive Währungseffekte. In den USA selbst setzte sich die Schwäche am Markt für Nutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen fort.

Insgesamt wuchs der Umsatz im ersten Quartal um 12,5 Prozent auf 254,9 Millionen Euro. Die Zukäufe von Autoline und Lifial steuerten 14,6 Millionen Euro zum Umsatzwachstum bei. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) kletterte fast genauso stark auf 45 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 22,5 Millionen Euro - 15,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand erhöhte sich bei dem MDax-Konzern im ersten Quartal im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 312,1 Millionen Euro.

Analyst Alexander Wahl vom Analysehaus Warburg Research sprach von einem starken Start ins Jahr. Die Zahlen dürften dem Autozulieferer laut Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel helfen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, das Ende vergangenen Jahres unter einer Prognoseanpassung gelitten hatte. Baader Bank-Experte Peter Rothenaicher hob hervor, dass Norma sowohl beim Umsatz als auch bei den absoluten Gewinnkennziffern seine und die Markterwartungen leicht übertroffen habe. Norma-Aktien waren am Mittwoch gefragt. Ihr Kurs legte zuletzt um 0,79 Prozent auf 50,01 Euro zu.

Bei den Jahreszielen sieht sich der Konzern auf Kurs. Aus eigener Kraft peile der Konzern weiterhin ein Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent an. Dabei sind Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe ausgeklammert. Durch die zwei jüngsten Zukäufe sollen weitere 45 Millionen Euro Umsatz hinzukommen. Der Hersteller von Steckverbindungen für Autos und die Landwirtschaft peilt auch weiterhin eine um Sonderposten bereinigte operative Marge (Ebita) von über 17 Prozent an. 2016 hatte diese für die Profitabilität wichtige Kennzahl bei 17,6 Prozent gelegen, im ersten Quartal bei 17,7 Prozent./jha/stw/stb

(AWP)