Novartis-Aktien ziehen nach Zahlen und erhöhtem Ausblick klar an

Gute Zahlen und eine höhere Prognosen für den Konzerngewinn verhelfen den Novartis-Aktien am Mittwoch zu einem deutlichen Kursplus. Der Konzern hat mit seinen Zahlen teilweise besser als erwartet abgeschnitten.
24.04.2019 09:48

Gegen 9.30 Uhr gewinnen die Titel 2,1 Prozent auf 79,56 Franken hinzu. Alleine die Novartis-Gewinne stehen für 30 Punkte beim SMI-Gewinn. Der Index gewinnt zeitgleich 31 Punkte oder 0,33 Prozent hinzu. Von seinen 20 Mitgliedern gewinnen aktuell nur acht hinzu. Die übrigen 12 weisen Kursverluste auf - darunter auch die anderen beiden Schwergewichte Nestlé und Roche.

Die meisten Analysten heben in ihren ersten Kommentaren hervor, dass Novartis sein gutes Abschneiden vor allem seiner Pharmasparte zu verdanken habe. Vor allem die beiden Mittel Cosentyx gegen Schuppenflechte und das Herzmittel Entresto haben dabei die Erwartungen übertroffen.

Das sollte die Anlegerschar etwas beruhigen, heisst es beispielsweise bei der Credit Suisse dazu. In den kommenden Wochen und Monaten sollten der Nachrichtenfluss und die Neuigkeiten zur Pipeline ihre Sicht unterstützen, dass Novartis eine Investition für die Zukunft sei.

Kurserholung erwartet

Bei Goldman Sachs hebt Analyst Keyur Parekh noch hervor, dass speziell die EBIT-Marge in der Pharmasparte mit ihren 33 Prozent ein gutes Omen für die längerfristige organische Margenverbesserung sei. Immerhin liege diese über den durchschnittlichen Erwartungen. Bei der Deutschen Bank ergänzt Analyst Richard Parkes, dass die Verbesserung auch angesichts der negativen Währungseffekt im ersten Quartal beachtlich sei.

Mit Blick auf die Generikasparte Sandoz heisst es bei Morgan Stanley, dass sich der Preisdruck speziell im US-Markt zwar nach wie vor belastend auf die Geschäfte auswirke. Allerdings werde sich Novartis im Laufe des Jahres von bestimmten Bereichen trennen, so dass diese Effekte möglicherweise nachlassen könnten.

Händler wiederum verweisen auf die Tatsache, dass die Novartis-Aktien nach der Abspaltung von Alcon einen ziemlich schweren Stand hatten. Sie machen einerseits Geldabflüsse aus dem europäischen Pharmasektor, andererseits aber auch den Rückzug ausländischer Momentum-Investoren für die Kursverluste verantwortlich.

Angesichts der Zahlen sei daher zunächst mit einer anhaltenden Kurserholung zu rechnen.

Auch Alcon überzeugt mit Zahlen

Für die frisch abgespaltene Tochter Alcon geht es zeitgleich um 0,6 Prozent aufwärts auf 56,50 Franken. Novartis hat im Zuge der eigenen Zahlen auch für die Tochter Eckdaten vorgelegt. Wie es etwa bei Goldman Sachs heisst, werden die Zahlen als ermutigend gewertet. Dabei habe die Augensparte speziell mit dem organischen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorquartal überzeugt.

Die UBS ergänzt, dass der operative Kerngewinn offenbar deutlich höher ausgefallen sei als von ihm erwartet.

hr/rw

(AWP)

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