Novartis-Deal rettet Pharmakonzern GlaxoSmithKline 2015 Gewinnsprung

LONDON (awp international) - Licht und Schatten bei GlaxoSmithKline (GSK): Der britische Pharmakonzern hat 2015 trotz roter Zahlen zum Jahresende einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Dank des Verkaufs mehrerer Krebsmedikamente an den Konkurrenten Novartis verdreifachte sich der Überschuss im Gesamtjahr auf 8,4 Milliarden britische Pfund (11,1 Mrd Euro), wie GSK am Mittwoch in London mitteilte. Allerdings musste das Unternehmen in seiner Medikamentensparte einen Umsatzrückgang hinnehmen. Konzernweit stand bei den Erlösen jedoch ein Plus von sechs Prozent auf 23,9 Milliarden Pfund zu Buche.
03.02.2016 15:22

Im vierten Quartal belasteten jedoch verschiedene Sonderfaktoren das Ergebnis. Wegen der Übernahme des früheren Novartis-Impfstoffgeschäfts, drohender Kosten aus einem Deal mit den Rivalen Pfizer und Shionogi sowie eines teuren Konzernumbaus fiel im letzten Jahresviertel ein Nettoverlust von 428 Millionen Pfund an.

Im laufenden Jahr will GSK-Chef Andrew Witty den Gewinn je Aktie im Kerngeschäft um einen zweistelligen Prozentsatz steigern. Sondereffekte und Währungsschwankungen sind dabei herausgerechnet. Die Dividende soll mit 80 Pence für das vergangene Jahr sowie 2016 und 2017 stabil bleiben. Für 2015 winkt den Aktionären zudem eine Sonderausschüttung von 20 Pence je Anteilsschein.

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(AWP)