Novartis erhält auch in Kanada Zulassung für Kymriah

Der Pharmariese Novartis hat nach der Zulassung der personalisierten CAR-T-Zelltherapie Kymriah in der EU auch in Kanada eine entsprechende Erlaubnis erhalten. Bei der Behandlungsmethode handelt es sich um eine gentechnische Veränderung der weissen Blutzellen von Patienten. Dadurch sollen diese in die Lage versetzt werden Krebszellen zu bekämpfen.
06.09.2018 13:41

Kymriah wurde in Kanada für die Behandlung von zwei Krebsarten zugelassen und ist für den Einsatz bei Patienten im Alter von 3 bis 25 Jahren vorgesehen, die unter B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie (ALL) leiden. Zudem dürfen auch erwachsenen Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem grossem B-Zell-Lymphom im Nachgang zu anderen nicht erfolgreichen Therapien mit Kymriah behandelt werden.

Neue Stellen im Aargau

Zur Produktion des neuartigen Krebsmedikaments hat der Basler Pharmakonzern unlängst angekündigt im Aargauischen Stein bis 2020 rund 260 Stellen zu schaffen. Dort sollen Zellen vermehrt und gentechnisch verändert werden. Erste Therapien aus Stein sollen ab Anfang 2020 verfügbar sein, hiess es damals.

Derzeit beschäftigt Novartis in Stein rund 2'000 Mitarbeitende. Die Investitionen bezifferte Lang auf bis zu 90 Millionen Franken. Vor zwei Wochen hatte Novartis von der Europäischen Kommission die Zulassung für seine Zell-Therapie für zwei Indikationen erhalten. In der Schweiz rechnet Novartis mit einer Zulassung noch in diesem Jahr.

In den USA ist Kymriah bereits zur Behandlungen von zwei Krebsarten zugelassen. Dort kostet eine Therapie für die gesamte Behandlung rund 475'000 Dollar.

sta/kw

(AWP)