Novartis-Migränekandidat AMG 334 wird von EMA akzeptiert - Blockbusterpotenzial

(Meldung ergänzt um Kommentar und Aktienkurs) - Der Pharmakonzern Novartis hat bei seinem Migränemittel AMG 334 (erenumab) regulatorische Fortschritte erzielt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA akzeptierte den Zulassungsantrag für das Medikament. Analysten sehen für das Mittel Blockbusterpotenzial.
21.06.2017 09:24

Der Antrag stütze sich auf ein umfassendes klinisches Program mit über 2'600 Migränepatienten und unterstreiche die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil des Medikaments, teilte Novartis am Mittwoch mit. Die Annahme des Zulassungsantrags durch die EU-Behörde sei auch ein "erster Schritt" für die Bedürfnisse von Migränepatienten, die seit den 1990er Jahren nur noch sehr wenige neue Behandlungsoptionen hätten, gibt sich der Pharmakonzern überzeugt. Bei AMG 334 handelt es sich um einen Antikörper, der sich selektiv an den CGRP-Rezeptor bindet, der eine wichtige Rolle bei den Migräneschmerzen spielen soll.

Die zum EMA-Antrag gehörenden Versuchsdaten der Phase II und III sollen an dem vom 24. bis 27. Juni stattfindenden Kongress der Europäischen Akademie für Neurologie in Amsterdam präsentiert werden. In diesen zeige das Medikament eine statistisch signifikante Wirksamkeit gegenüber einem Placebo bei der Reduktion der monatlichen Migränetage wie auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität der Migränepatienten. Das Sicherheitsprofil sei mit einem Placebo vergleichbar.

AKTIE BESSER ALS GESAMTMARKT

An der Börse schneiden die Novartis-Titel besser als der Gesamtmarkt ab. Gegen 9.15 Uhr geben sie um 0,1% nach, während der Leitindex SMI mit -0,68% deutlich tiefer steht.

Die Analysten der ZKB bewerten den Zulassungserfolg von AMG 334 als "leicht positiv" für den Aktienkurs. Die Bank misst dem Migränemittel einen Blockbuster-Status bei und sieht ein Umsatzpotenzial von 1,1 Mrd USD bis 2023. Das Rating belässt die Bank daher weiter bei "Übergewichten".

sta/cp

(AWP)