Novartis plant offenbar Verkauf der dermatologischen Generika-Aktivitäten

(Meldung um Stellungnahme von Novartis und weitere Details ergänzt) - Der Pharmakonzern Novartis will sich offenbar von seinem Generika-Geschäft im Bereich Dermatologie trennen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen berichtet, will sich der Konzern von einigen seiner weniger profitablen Geschäfte trennen, um sich so verstärkt auf Wachstumsgebiete wie Onkologie zu fokussieren. Den Angaben zufolge könne die Sparte mit bis 1,5 Mrd USD bewertet werden. Auf Anfrage von AWP heisst es bei Novartis, man kommentiere keine Marktgerüchte.
01.11.2017 12:06

Als potenzielle Interessenten kommen laut dem Bericht Private Equity-Firmen sowie andere Pharmaunternehmen in Frage. Das dermatologische Generika-Geschäft hat seine Hauptaktivitäten in den USA. Zum Verkauf stünden demnach Hautpflegeprodukte sowie einige Herstellungs-Standorte.

Wie es weiter heisst, arbeitet Novartis mit einem Finanzberater wegen des möglichen Verkaufs zusammen. Die Pläne seien noch in einem vorläufigen Stadium und könnten immer noch über Bord geworfen werden.

Die Generikasparte Sandoz war mit den jüngsten Quartalszahlen erneut stärker in den Fokus gerückt. Gerade in den USA hat sie mit einem anhaltenden Preisdruck zu kämpfen. Wie das Novartis-Management während der Konferenzen mit Journalisten und Analysten deutlich machte, konnten die Einbussen in den USA durch die Geschäfte in anderen Regionen ausgeglichen werden. Dennoch: mit einer Entspannung an der Preisfront rechnen die Manager vorerst nicht.

hr/ra

(AWP)