Novartis-Tochter Alcon präsentiert Microstent CyPass an Ophthalmologie-Kongress

(Meldung um weitere Detals, Analystenkommentar und Börsenkurs ergänzt)
18.10.2016 10:28

Basel/Chicago (awp) - Die Novartis-Tochter Alcon hat am aktuell laufenden Augenkongress der American Academy of Ophthalmology (AAO) in Chicago ihren Microstent CyPass in Kombination mit einer Katarakt-OP (grauer Star) lanciert. Gleichzeitig kündigt der Pharmakonzern in der Medienmitteilung von Montagabend an, weitere Daten aus der COMPASS und CYCLE-Studie zu präsentieren. An der Börse fällt das Eche zurückhaltend aus.

Aus der COMPASS-Studie werden Zwei- und Drei-Jahres-Daten vorgelegt. Es sei die bislang grösste Studie im Bereich der mikroinvasive Glaukomchirurgie (Micro-Invasive Glaucoma Surgery, MIGS), heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Daten zeigen laut Alcon, dass CyPass zu einer nachhaltigen Reduktion des Augeninnendrucks und über zwei Jahre zu nachhaltigen Vorteilen geführt hat. Der Stent dient der chirurgischen Behandlung des Offenwinkelglaukoms. Ziel sei es, den intraokularen Druck (IOP) im Auge zu senken. Glaukom ist auch bekannt unter dem Namen grüner Star. CyPass hatte bereits im Juli die Zulassung der US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) erhalten.

Analyst Michael Nawrath von der ZKB wertet die Nachrichten als ein Zeichen für den Turnaround im Surgical-Bereich. Die Augensparte sei mit der Zulassung und Lancierung des CyPass-Stents einen weiteren Beweis angetreten, durch Neulancierungen den Turnaround zumindest in der Surgical-Division noch in diesem Jahr nachhaltig zu vollziehen, schreibt der Experte in einem ersten Kommentar. Bei 60 Mio Glaukom-Patienten weltweit sei der Markt gross genug, um sich als erster Anbieter eines solchen Stents als Alternative zu Augen-Pharmaka, die täglich getropft werden müssen, erfolgreich durchsetzen zu können.

Die beide Studien zeigen laut Nawrath "sehr gute Effekte" bei der Verringerung des intraokularen Drucks (IOP) im Auge, der unbehandelt bei den Glaukom-Patienten zur Erblindung führen würde. Die Nebenwirkungsrate sei zudem tief, nur von temporärer Natur.

An der Börse können sich Novartis-Aktien mit einem Aufschlag von 0,3% auf 74,75 CHF zwar im Plus halten, hinken dem Leitindex SMI aber hinterher. Dieser gewinnt gegen 10.00 Uhr 0,50% hinzu.

hr/uh

(AWP)