Novartis treibt Fokus auf NASH voran und übt Optionsvereinbarung mit Conatus aus

Novartis treibt seinen Fokus auf die Lebererkrankung NASH voran. Der Pharmakonzern habe eine exklusive Optionsvereinbarung mit dem US-Unternehmen Conatus Pharmaceuticals ausgeübt, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Die Kooperation in dieser Indikation besteht seit vergangenem Dezember. Novartis habe nun von dem Recht Gebrauch gemacht, die globalen Lizenzrechte an dem Kandidaten Emricasan zu übernehmen.
04.05.2017 07:40

Wie Novartis bereits im Dezember mitgeteilt hatte, werde man gemeinsam an der Entwicklung eines oral einzunehmenden Medikaments zur Behandlung der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH) zusammenarbeiten. Eine entsprechende Option, Zusammenarbeit und Lizenzvereinbarungen waren bereits im Dezember getroffen worden.

Gemeinsam mit Conatus soll das Medikament Emricasan entwickelt werden. NASH ist eine progressive Form einer nicht Alkohol-bedingten Verfettung der Leber.

Conatus habe bereits eine Phase-IIb-Studie (ENCORE-LF) mit Emricasan auf den Weg gebracht, in deren Rahmen das Mittel zur Behandlung von Patienten eingesetzt werde, die in Folge einer NASH-Erkrankung an einer dekompensierten Leberzirrhose leiden, heisst es in der aktuellen Mitteilung weiter.

Novartis werde Conatus für die Ausübung dieser Option insgesamt 7 Mio USD zahlen. Bereits bei der Vereinbarung der Kooperation hatte Novartis eine Vorabzahlung in Höhe von 50 Mio USD an Conatus geleistet.

Novartis habe derzeit mehrere FXR Agonisten in der Entwicklung, von denen sich die am weitest entwickelten in Phase-II Studien befinden. Das Unternehmen räumt sowohl Emricasan alleine als auch in Kombination mit den FXR Agonisten grosses Potenzial ein. Im Falle positiver Studienergebnisse würde der Konzern dann über Phase-III-Studien nachdenken.

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(AWP)