Obwaldner Kantonalbank mit stabilem Halbjahresgewinn

Sarnen OW (awp/sda) - Der Gewinn der Obwaldner Kantonalbank (OKB) ist in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 6,9 Mio CHF stabil geblieben. Die Bank konnte zwar im Zinsen- und Kommissionsgeschäft zulegen, musste aber auf Einmaleffekte wie in der Vorjahr verzichten.
19.07.2016 13:00

Die OKB erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 einen um 3,2% höheren Bruttoerfolg von 28,5 Mio CHF. Positiv beeinflusst hätten das erfreuliche Resultat das gute Zins- sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, teilte die Bank am Dienstag mit.

Im Zinsengeschäft - der Hauptertragsquelle der Bank - stieg der Erfolg um satte 8,4% auf 23,5 Mio. Der Ertrag aus dem Kommissionsgeschäft stieg ebenfalls um 8,5% auf 3,4 Mio. Der Bank gelang es laut Mitteilung, im Vermögensverwaltungs- wie auch im Anlageberatungsgeschäft neue Kunden zu gewinnen.

Der Ertrag aus dem Handelsgeschäft von 1,2 Mio konnte auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Die Kosten blieben mit 14,2 Mio ebenfalls praktisch stabil.

Unter dem Strich verblieb der Bank ein Reingewinn von 6,9 Mio CHF, gleichviel wie im Vorjahr. Dass der Gewinn trotz besserem Geschäftsgang nicht höher ausfiel, lag unter anderem daran, dass die Bank im Vorjahr einen ausserordentlichen Erfolg von fast 3 Mio CHF durch den Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung verbuchen konnte.

Einen Rückgang gab es bei den effektiven Kundengeldern. Diese sanken um 2,8% auf 2,6 Mrd CHF. Der Rückgang war aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen erwartet worden. Kunden würden ihr Geld vermehrt in Wertschriften investierten, um höhere Renditen zu erzielen, und die hohe Liquidität für die Rückzahlung von Darlehen oder Hypotheken nutzen.

Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einem leicht tieferen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr, das sehr stark ausgefallen sei.

(AWP)