Industriekonzern - OC Oerlikon ist zurück in der Gewinnzone

Der Industriekonzern Oerlikon hat im Jahr 2016 einen geringeren Umsatz erzielt, jedoch bei der Profitabilität Fortschritte gemacht. Unter dem Strich bleibt wieder ein Gewinn übrig.
28.02.2017 07:04
Der Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon SZ.
Der Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon SZ.
Bild: ZVG

Nachdem OC Oerlikon im Vorjahr aufgrund von Wertberichtigungen ein Verlust ausgewiesen hatte, resultiert nun wieder ein Gewinn. Den Aktionären wird die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,30 CHF je Aktie vorgeschlagen. Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet Oerlikon einen Anstieg bei Auftragseingang und Umsatz.

Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten ging im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 13% auf 2,33 Mrd CHF zurück, teilt Oerlikon am Dienstag mit. Der Auftragseingang sank derweil zu konstanten Währungen um 4,9% auf 2,41 Mrd CHF. Der positive Währungseffekt habe bei beiden Werten rund 1,2% betragen.

Auf Stufe EBITDA erreichte Oerlikon einen Gewinn von 334 Mio CHF nach 338 Mio im Vorjahr, bei einer Marge von 14,3% (VJ 12,7%). Der EBIT erreichte 158 Mio, nachdem im Vorjahr hohe Abschreibungen und Sonderfaktoren zu einem Minus von 306 Mio geführt hatten. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 388 Mio, nach einem Verlust von 418 Mio im Vorjahr.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen mehr oder weniger im Rahmen der Expertenerwartungen oder haben sie teilweise gar übertroffen. Analysten hatten gemessen am AWP-Konsens einen Auftragseingang von 2,36 Mrd CHF, einen Umsatz von 2,34 Mrd, einen EBITDA von 326 Mio sowie ein Reinergebnis von 373 Mio CHF prognostiziert.

Das Segment Surface Solutions habe eine gute Performance trotz schwieriger Märkte gezeigt. Im Segment Drive Systems habe die Repositionierung zur Verbesserung dessen operativer Profitabilität geführt. Bei Manmade Fibers, das im Gesamtjahr ein Umsatzminus von rund 39% verbuchen musste, hätten die Zahlen zum vierten Quartal gezeigt, dass die Talsohle im Chemiefasergeschäft im Verlauf des Jahres 2016 erreicht wurde.

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet der Konzern einen Anstieg von Umsatz und Bestellungseingang auf rund 2,5 Mrd CHF, wobei die Profitabilität auf Vorjahresniveau liegen soll. Jedoch werde unter Berücksichtigung der geplanten erheblichen Investitionsaufwendungen in die additive Fertigung eine berichtete EBITDA-Marge von rund 13% erwartet, heisst es.

(AWP)