Opel-Betriebsrat sieht sich von Informationen abgeschnitten

Beim Verkauf des Autobauers Opel an den französischen PSA-Konzern sieht sich der Gesamtbetriebsrat von der Geschäftsleitung nicht ausreichend informiert. Der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug warf dem Opel-Mutterkonzern General Motors vor, den Betriebsrat vom Informationsfluss abzuschneiden. Ein von GM im Verkaufsprozess eingerichtetes Übergangskomitee habe dem Opel-Vorstand untersagt, die notwendigen Informationen weiterzugeben, berichtete er am Donnerstag in einem Interview mit der Zeitschrift "Wirtschaftswoche".
30.03.2017 15:18

Schäfer-Klug drohte indirekt mit Streiks, wenn sich an diesem Zustand nichts ändert. "Diese Themen müssen in den Gesamtbetriebsrat, und wenn sich das nicht relativ schnell ändert, kann der Streit eskalieren, was wir eigentlich nicht wollen", sagte der Arbeitnehmervertreter. Der Betriebsrat bezweifelt, dass GM in den Verhandlungen mit PSA die geltenden Jobgarantien mit ausreichenden Nachdruck durchsetzt. Opel erklärte hingegen, dass das Übergangsteam nicht in die Gespräche mit dem Betriebsrat eingreife.

GM und PSA haben sich grundsätzlich auf den Opel-Verkauf geeinigt, der bis zum Jahresende juristisch abgeschlossen sein soll. Die Franzosen zahlen für das GM-Europa-Geschäft samt der Finanzsparte rund 2,2 Milliarden Euro./ceb/DP/mis

(AWP)