Opel-Verkauf könnte am Montag auf die Zielgerade gehen

(Ausführliche Fassung) - Die Gespräche zum Opel-Verkauf sind in eine heisse Phase eingetreten und könnten möglicherweise bereits an diesem Montag in einen ersten Vertragsabschluss münden. Die Gespräche mit dem Opel-Eigner General Motors verliefen in einer positiven Grundstimmung, sagte ein Sprecher des PSA Konzerns mit den Marken Peugeot und Citroën am Freitag. Es gebe aber noch keine Entscheidung.
03.03.2017 17:07

Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, dass der Verkauf am Montag vereinbart werden solle. Der Aufsichtsrat des französischen Konzerns treffe sich an diesem Tag, um den Kauf zu genehmigen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf politische Kreise in Frankreich.

Der PSA-Sprecher bestätigte dies nicht und erklärte, dass er sich zu Tätigkeiten des Aufsichtsrats grundsätzlich nicht äussern könne. Der französische Staat ist mit rund 14 Prozent an PSA beteiligt. Ein GM-Sprecher wollte sich am Freitag nicht äussern. Die PSA-Aktien gewannen zuletzt in Paris mehr als zweieinhalb Prozent.

Am Opel-Stammsitz Rüsselsheim erhoffen sich die Beschäftigten an diesem Montag Klarheit über den geplanten Verkauf an PSA. Weil es am Freitag zunächst keine Neuigkeiten zu den Verhandlungen gab, wurde nach dpa-Informationen eine Betriebsversammlung kurzfristig auf den Montag vertagt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Die Betriebsversammlung bei Opel soll nun am Montag um 9.45 Uhr auf dem Gelände des Stammwerks Rüsselsheim fortgesetzt werden, könnte aber möglicherweise auch noch einmal verschoben werden.

Der für PSA zuständige französische Gewerkschafter Jean-Pierre Mercier von der Arbeitnehmervertretung CGT erwartet, dass PSA-Chef Carlos Tavares nach einer Übernahme zahlreiche Stellen abbauen wird. Tavares werde "mit dem Bulldozer" vorgehen, sagte Mercier am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen uns kollektiv darauf vorbereiten, über die Grenzen hinweg unsere Interessen zu verteidigen."/sku/ben/ceb/DP/mis

(AWP)