Osram verkauft Lampensparte an Konsortium um chinesische MLS

MÜNCHEN (awp international) - Der Lichtkonzern Osram hat nach über einem Jahr einen Käufer für seine angestammte Lampensparte gefunden. Das unter Ledvance firmierende Geschäft geht an ein Konsortium um den chinesischen LED-Spezialisten MLS, wie der im MDax notierte Konzern am Mittwoch mitteilte. Ebenfalls beteiligt sind die Finanzinvestoren IDG und Yiwu. Osram streicht dafür einen Kaufpreis von über 400 Millionen Euro ein. Darüber hinaus werde Osram in den kommenden Jahren Lizenzzahlungen für die Nutzung von Namensrechten erhalten. Der Abschluss der Transaktion wird unter Vorbehalt der Zustimmung von Aufsehern im Laufe des Geschäftsjahres 2017 erwartet. In den vergangenen Wochen hatte sich in Medienberichten abgezeichnet, dass MLS der aussichtsreichste Kandidat ist.
26.07.2016 17:46

Osram-Chef Olaf Berlien hatte am April 2015 angekündigt, das Geschäft mit klassischen Lampen - darunter Energiespar- und Halogenlampen, aber auch LED-Lampen - in eine eigenständige Tochter auszugliedern. Neben einem Verkauf galten auch Gemeinschaftsunternehmen sowie eine Abspaltung des Geschäfts über die Börse als Optionen. Die Sparte hatte im letzten vollständigen Geschäftsjahr einen Umsatz von 2 Milliarden Euro erzielt, dabei aber operativ (Ebita) einen Verlust eingefahren.

"Die Transaktion ist eine gute Nachricht für die Mitarbeiter von Ledvance", sagte Aufsichtsratsmitglied und IG-Metall-Sprecher Michael Knuth. Den Angaben zufolge sollen alle bestehenden Betriebsvereinbarungen und Sozialpläne bis Ende 2018 bestehen bleiben./men/he

(AWP)