OVS will 30 Charles-Vögele-Filialen in Österreich schliessen

Nach der Übernahme der Schweizer Textilkette Charles Vögele durch den italienischen Modekonzern OVS vor über einem Jahr wird nun auch in Österreich das Fililalnetz umgebaut. Ein Viertel der bisherigen Vögele-Geschäfte soll geschlossen werden.
26.01.2018 15:30

In den nächsten sechs Monaten sollen über 30 der 125 Charles-Vögele-Geschäfte geschlossen werden. Wie viele OVS-Shops künftig neu dazu kommen, hänge davon ab, wie sich die Geschäfte in Österreich entwickeln. Insgesamt werde es aber weniger Filialen geben.

"Bisher wurden vier Filialen geschlossen", sagte Sprecherin Saskia Wallner am Freitag zur österreichischen Nachrichtenagetur APA. In den kommenden Monaten sollen 30 weitere folgen.

Wie viele der rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dadurch ihre Stelle verlieren oder in neuen OVS-Geschäften unterkommen können, stehe noch nicht fest. "Es wird versucht, eine sozial verträgliche Lösung zu finden", sagte Wallner.

UMBAU IN ZWEI JAHREN

Bis Ende 2019 sollen jene Filialen, die für das neue Konzept von ihrer Lage und Grösse her geeignet seien, auf die Marke OVS umgestellt werden, heisst es in einer Medienmitteilung des italienischen Fast-Fashion-Konzerns, der in Fernost produziert. Seit vergangenem Herbst seien in Österreich fünf neue OVS-Filialen eröffnet worden, acht weitere sollen im Frühling 2018 folgen.

OVS setzt dabei besonders auf Geschäftslokale in Innenstadtlagen oder Einkaufszentren. Dort gebe es dann auch "neue, besonders attraktive Arbeitsplätze", sagte Thomas Krenn, General Manager von Charles Vögele in Österreich, der für die Markenumstellung verantwortlich ist.

Die Investmentgruppe Sempione Retail um OVS hatte die marode Charles-Vögele-Gruppe gegen Ende 2016 übernommen und will sich auf die strategischen Märkte Schweiz, Österreich und Slowenien konzentrieren. In der Schweiz ist die Umwandlung der Vögele-Läden in OVS-Shops in vollem Gang.

(AWP)