Panalpina-Aktien nach schwachen Zahlen unter Druck

Die Aktien von Panalpina gehören am Donnerstagvormittag zu den grossen Verlierern an der Schweizer Börse. Der Frachtspediteur hat mit dem vorgelegten Zahlenkranz die Markterwartungen verfehlt, da der branchenweite Margendruck die Basler stärker als erwartet getroffen hat. Doch es werden auch positive Entwicklungen herausgelesen.
20.07.2017 13:22

Die Panalpina-Aktie büsst um die Mittagszeit bei überdurchschnittlichem Volumen 3,1% auf 130,00 CHF ein. Im frühen Handel war der Valor bis auf 127,70 CHF und damit in etwas auf das Niveau vom Jahresbeginn zurückgefallen.

Nachdem schon im Juni eine Gewinnwarnung ausgesprochen wurde, liegt das Halbjahresresultat sogar unter den tiefen Erwartungen, wie es bei der Zürcher Kantonalbank heisst. Die Erwartungen wurden verfehlt, weil Panalpina insbesondere mit dem Bruttogewinn enttäuscht habe. Die geringeren Betriebskosten hätten dies nicht vollständig kompensieren können.

Die Ergebnisse spiegeln eine weiterhin schwierige Situation bezüglich der Frachtraten wider und zeigen vor allem auch, dass Panalpina immer noch die nötige Grösse fehle, um die Kostenbasis zu absorbieren, kommentiert die Bank Vontobel. Das Unternehmen müsse entweder seine Strukturen anpassen oder mehr Volumen generieren, sei es organisch oder durch Zukäufe.

Die einzige Gewissheit bei Panalpina sei, dass die Gewinnentwicklung kurzfristig ungewiss ist, schreibt Kepler. Der operative Hebel sei allerdings hoch und schon eine sehr kleine Veränderung auf Stufe Bruttogewinn reiche aus, um eine massive Abweichung von den Prognosen zu bewirken.

Im Vorfeld gingen die Schätzungen der Analysten auch ungewöhnlich weit auseinander, was auch von einigen Analysten explizit erwähnt wird.

Die Prognosen seien aber weiterhin zu erreichen, da die Volumenentwicklung stärker als erwartet gewesen sei und Panalpina die Kosten im Griff habe, so Kepler weiter. Dies bleibe für den Turnaround auch ein zentrales Element. Und auch von anderen Analysten wird die Kostenentwicklung positiv erwähnt. Dass zudem das Seefrachtgeschäft zurück in den schwarzen Zahlen ist, trifft den Geschmack der Experten.

cp/hr

(AWP)