Partners Group-Aktien springen nach starken Halbjahreszahlen auf Rekordhoch

Zürich (awp) - Die Aktien von Partners Group machen am Dienstag nach der Vorlage starker Halbjahreszahlen einen kräftigen Kurssprung. Der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Vermögensverwalter hat mit den Ergebnissen alle Markterwartungen übertroffen. Entsprechend euphorisch sind die Analystenkommentare.
13.09.2016 09:21

Gegen 9.20 Uhr legen die Titel um satte 10,0% auf 498,50 CHF zu. Erstmals knackten die Papiere auch die Marke von 500 CHF und stiegen mit 502 CHF auf ein neues Rekordhoch. Es ist bereits fast das gesamte durchschnittliche Tagesvolumens gehandelt worden. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht derweil mit vergleichsweise moderaten 0,5% im Plus.

"Der Konsens wurde dramatisch übertroffen", titelt Analyst Tim Dawson von Baader Helvea. Diese starken Ergebnisse zusammen mit den positiven Kommentaren zum Ausblick dürfte zu einer deutlichen Rekalibrierung der Analystenerwartungen führen, so der Experte. Man solle also nicht überrascht sein, wenn für 2017 und 2018 die Schätzungen sowohl mit Blick auf die Erträge als auch auf EBITDA und Reingewinn deutlich anstiegen. Zudem werde eine Sonderdividende für 2016 immer wahrscheinlicher.

Michael Kunz von der ZKB zeigt sich insbesondere vom Ausmass der Performance-Fees überrascht. "Während sich die Stabilität des Geschäfts mit den langfristigen Kundenbindungen und den daraus resultierenden Management-Fees mittlerweile herumgesprochen haben dürfte, zeigt das heute vorgelegte Resultat, welche Optionalität nach oben die Ertragsbasis hat, wenn es gelingt, Wertsteigerungen bei den Anlagen zu realisieren", so sein Kommentar. "Das einzige Haar, das wir in der Suppe finden können, ist, dass es in einem für Wertrealisierungen günstigen Marktumfeld wohl nicht einfacher wird, neue Deals zu attraktiven Bewertungen aufzuspüren."

Auch die Credit Suisse zeigt sich stark positiv überrascht und erwartet deutliche Prognoseerhöhungen für das Gesamtjahr, aber auch für die Zeit 2017-2020. Die Kollegen der UBS erwarteten eine entsprechend stark positive Kursreaktion auf die Zahlen.

dm/ra

(AWP)