Partners Group legen nach Zwischenbericht zu Vermögen und Nachfrage zu

Die Aktien von Partners Group legen am Donnerstag im frühen Handel deutlich zu. Der Asset Manager hat mit dem Zwischenbericht die Erwartungen übertroffen und legte bei den verwalteten Vermögen ordentlich zu. Obwohl das zweite Halbjahr im Vergleich schwächer ausfallen dürfte, überzeugt vor allem die hohe Kundennachfrage und die höhere Guidance die Analysten.
13.07.2017 09:35

Nach einem vorbörslichen Plus von 2,7% können Partners Group im frühen Handel die Gewinne ausbauen. Gegen 9.30 Uhr stehen die Titel 3,3% höher auf 618 CHF. Der SLI notiert derweil leicht positiv (+0,17%).

Die verwalteten Vermögen erreichten bei Partners Group per Ende Juni 57,8 Mrd EUR. Analysten hatten im Schnitt mit 57,0 Mrd gerechnet. Die Kundennachfragen übertrafen mit 6,9 Mrd die durchschnittlichen Schätzungen von 4,8 Mrd noch deutlicher. Selbst die höchste Erwartung von 5,1 Mrd wurde damit übertroffen.

Bereits in einem ersten Kommentar sprach Baader Helvea von einem "hervorragenden" Wachstum des Neugeldzuflusses. Da sich aber die Kundennachfrage zum ersten Halbjahr hin verschoben habe, sieht die Bank keine signifikanten Bewegungen in den Wachstumsschätzungen. Aufgrund der höheren Gebühreneinnahmen als Kurstreiber sehen die Analysten ein Plus von rund 3%. Das "Kaufen"-Rating wird mit einem Kursziel von 685 CHF beibehalten.

Ähnlich setzt die Bank Vontobel an. Die Kaufempfehlung und das Kursziel von 686 CHF begründet die Bank mit einer erhöhten Nachfrage im zweiten Halbjahr aufgrund der geplanten Einführung eines Flaggschiff-Programms. Daher erhöht Vontobel die Schätzungen erneut leicht.

Von den besseren Aussichten erfreut, spricht auch die ZKB von einer Erhöhung der Schätzung. Da der Konsens erneut "alt aussieht", werde es zudem "langsam unheimlich", schreibt der Analyst Michael Kunz. Er geht davon aus, dass das positive Gewinnrevisionsmomentum dem Aktienkurs "weiteren Schub" geben dürfte. Wichtig bleibe aber, dass Partners Group die grosse Nachfrage auch "performancegenerierend" am Markt unterbringen kann. Die bisherige Erfahrung spreche aber dafür, dass "vernünftig vorgegangen wird". Mit "Übergewichten" reiht sich die ZKB in die durchwegs positiven Stimmen ein.

sta/cf

(AWP)