Pax Anlage 2016 mit höherem Gewinn - Bâloise publiziert Übernahmeangebot

(Meldung mit weiteren Einzelheiten zum Pax-Abschluss ergänzt) - Die Immobiliengesellschaft Pax Anlage hat im Geschäftsjahr 2016 mehr Gewinn erzielt. Wegen des laufenden Übernahmeverfahrens durch die Bâloise wird jedoch keine Dividende ausgeschüttet. Zum Übernahmeangebot hat der Basler Versicherer die "Fairness Opinion" und den detaillierte Zeitplan vorgelegt. Der Verwaltungsrat der Pax Anlage empfiehlt auf Basis einer "Fairness Opinion" das Angebot weiterhin zur Annahme.
10.03.2017 10:50

Pax Anlage hat 2016 den Gewinn um 29% auf 14,1 Mio CHF erhöht. Die Gewinnsteigerung sei vor allem auf zwei Entwicklungen zurückzuführen, heisst es dazu. Wegen guter Verkaufserfolge hätten Auflösungen von Wertberichtigungen bei den Entwicklungsliegenschaften resultiert. Gleichzeitig fielen tiefere Steuern an nach der Nutzung von Verlustvorträgen.

Die Gesellschaft habe im Berichtsjahr zudem erste Erfolge bei der Umsetzung der neuen strategischen Ausrichtung erzielt, schreibt sie weiter. Konkret will sie das volatile Entwicklungsgeschäft im Bereich Stockwerkeigentum zu Gunsten eines fokussierten Ausbaus des eigenen Bestandesportfolios reduzieren.

Das Eigenkapital der Gruppe (Net Asset Value) erhöhte sich per Ende des Jahres auf 306,9 Mio CHF (VJ 297,3 Mio). Die Eigenkapitalquote lag damit bei 60,0%.

RÜCKLÄUFIGES ERGEBNIS BEI BESTANDESPORTFOLIO

Im Bestandesportfolio hat die Pax Anlage im vergangenen Jahr vier Liegenschaften im Kanton Zürich mit einem Investitionsvolumen von 35,1 Mio CHF erworben, zudem wurden Wohnliegenschaften von den Entwicklungsliegenschaften in den eigenen Bestand transferiert. Das Ergebnis im Segment Bestandsliegenschaften nahm gegenüber dem Vorjahr um 14,4% auf 5,0 Mio CHF ab.

Bei den Entwicklungsliegenschaften sei der Verkauf der fertiggestellten Liegenschaften erfolgreich vorangetrieben worden. Zudem wurden als nicht strategisch beurteilte Projekte verkauft, ebenso wie eine 51%-Beteiligung an der Sonnenhof Immobilien. Das Segmentergebnis für die Entwicklungsliegenschaften ging allerdings auf 5,3 Mio CHF (Vorjahr: 12,5 Mio CHF) zurück. Wegen einer Neubewertung der Entwicklungsliegenschaften wurden netto 14,5 Mio CHF an Wertberichtigungen aufgelöst.

Im Bereich Liegenschaftsverwaltung nahmen die Honorare um 6,5% auf 2,5 Mio CHF ab. Der Nettoertrag belief sich auf 1,5 Mio CHF (VJ 1,7 Mio).

VERZICHT AUF DIVIDENDE

Der Ausblick auf das laufende Jahr ist vage. Die Gruppe bewege sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld, heisst es. Man sei überzeugt, dank der 2016 eingeleiteten strategischen und organisatorischen Veränderungen diesen Herausforderungen gewachsen zu sein.

Wegen des öffentlichen Kaufangebots der Bâloise verzichtet der Verwaltungsrat darauf, eine Dividende vorzuschlagen. Eine Ausschüttung käme einer Verwässerung des Angebotspreises gleich, heisst es zur Begründung.

Der Pax-Verwaltungsrat habe zudem das öffentliche Kaufangebot der Bâloise "eingehend geprüft" und eine Fairness Opinion zur Beurteilung der finanziellen Angemessenheit des Angebots in Auftrag gegeben. Aufgrund dieser Prüfung empfehle er den Pax Anlage-Aktionären das öffentliche Kaufangebot zur Genehmigung.

PROSPEKT PUBLIZIERT

Gleichzeitig hat die Basler Leben AG, eine Tochter der Versicherungsgruppe Bâloise, den Angebotsprospekt für die im Januar angekündigte Übernahme vorgelegt. Darin wird der offerierte Preis von 1'600 CHF pro Aktie bestätigt, weiterhin soll auch die Angebotsfrist am 27. März starten. Enden soll sie am 25. April. Die Nachfrist ist für den Zeitraum vom 3. bis 16. Mai und der Vollzug bis zum 31. Mai geplant.

In einem ersten Schritt hatte die Bâloise über die Tochter Basler Leben AG schon im Januar von den Mehrheitsaktionären rund 70% der Aktien und Stimmen erworben.

Bereits erteilt seien zudem die behördlichen Zustimmungen (Finma, Weko). In einer separaten Mitteilung gab die Übernahmekommission bekannt, dass das Kaufangebot den gesetzlichen Vorschriften entspreche. An der Schweizer Börse notieren Titel der Pax Anlage am Freitagmorgen mit 1'596 CHF knapp unter dem gebotenen Preis.

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(AWP)