Pfandbriefbank PBB will Aktionäre an Heta-Einigung teilhaben lassen

MÜNCHEN (awp international) - Die Deutsche Pfandbriefbank PBB hat im abgelaufenen Quartal vor allem wegen der Einigung mit Österreichs Krisenbank Hypo Alpe Adria mehr verdient. Operativ bewegte sich PBB hingegen auf Vorjahresniveau, der bereinigte Vorsteuergewinn lag wie schon im dritten Quartal 2015 bei 42 Millionen Euro. Einschliesslich eines Sonderertrages von 132 Millionen Euro legte der Vorsteuergewinn hingegen von 53 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 159 Millionen Euro zu, wie das Institut am Freitagabend mitteilte.
11.11.2016 20:03

Von dem Sonderertrag sollen auch die Aktionäre profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat dächten darüber nach, der Hauptversammlung eine Sonderdividende vorzuschlagen, hiess es in der Mitteilung weiter. An der Börse kam die Idee gut an. Der Aktienkurs von PBB legte im späten Geschäft um ein Prozent zu.

Deutsche Banken und Versicherungen hatten nach der Pleite der Hypo Alpe Adria sowie einem Schuldenschnitt um rund sieben Milliarden Euro gebangt. Ein erstes Angebot des Landes in Höhe von maximal 75 Prozent der ausstehenden Gelder hatten die Gläubiger im März abgelehnt. Im Oktober einigten sich die Hypo-Abbaugesellschaft Heta und die Bank-Gläubiger schliesslich auf einen neuen Vorschlag.

Für 2016 rechnet PBB weiter mit einem operativen Vorsteuerergebnis von 170 Millionen Euro. Wegen des Heta-Sonderertrags erhöhte die Bank ihre Prognose für das gesamte Vorsteuerergebnis auf 280 bis 290 Millionen Euro. Zuvor waren rund 100 Millionen Euro weniger vorhergesagt worden. Für das Jahr 2017 strebt PBB ein Vorsteuerergebnis von insgesamt 150 bis 170 Millionen Euro an./he/jsl

(AWP)