Pfeiffer Vacuum lehnt Übernahmeangebot von Busch endgültig ab

Die Führungsriege des Spezialpumpenherstellers Pfeiffer Vacuum hat sich klar gegen das Übernahmeangebot des Branchenrivalen Busch ausgesprochen. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären, das Angebot wegen Ausgestaltung und Höhe nicht anzunehmen, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Montag mitteilte. "Die Busch-Gruppe strebt die aktive Kontrolle von Pfeiffer Vacuum an, ohne eine marktübliche und angemessene Übernahmeprämie zu zahlen", sagte Vorstandschef Manfred Bender. Die Offerte spiegele das Wertpotenzial von Pfeiffer nicht wieder, es gebe bislang kein strategisches Konzept zur Zusammenarbeit. Der Vorstand prüfe andere Optionen. Bereits bei der Zahlenvorlage hatte Pfeiffer das Angebot als "nicht attraktiv" bezeichnet.
27.02.2017 09:27

"Wir werden unsere erfolgreiche Strategie von organischem Wachstum in Märkten wie Asien und den USA verbunden mit strategischen Akquisitionen weiterführen", sagte Bender. "Darüber hinaus prüfen wir weitere Optionen, um unsere Aktionäre an der Wertentwicklung des Unternehmens angemessen zu beteiligen."

Die familiengeführte Busch-Gruppe aus Maulburg hatte Mitte Februar ein Angebot von 96,20 Euro je Aktie gemacht, am Freitagabend schloss die Aktie im Xetra-Handel bei 101,70 Euro. Busch hatte zuvor knapp 30 Prozent gehalten und den Erfolg seiner Offerte nicht von einer bestimmten Annahmeschwelle abhängig gemacht. Ende vergangener Woche meldete Busch, die Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte überschritten zu haben./men/she/stk

(AWP)