Pharmaunternehmen und Gesundheitsversorger erhöhen Transparenz

Die Akteure im Gesundheitswesen sind um eine erhöhte Transparenz bemüht. So werden mehr als 60 in der Schweiz tätige Pharmaunternehmen in diesem Jahr ihre Abgeltungen für Beratungs- und Dienstleistungen an die Leistungserbringer im Gesundheitswesen auf ihren Internetseiten offenlegen, wie aus einer Mitteilung des Verbandes Scienceindustries vom Donnerstag hervorgeht.
15.06.2017 10:39

Ziel dieser erhöhten Transparenz-Bemühungen ist es, das Vertrauen in die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren zu fördern. Aus der Erforschung und Entwicklung neuer Behandlungen und Therapien im Gesundheitssektor ergeben sich verschiedene Kooperationen zwischen der Industrie und diversen Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Diese wiederum ziehen Vergütungen bei den jeweiligen Leistungserbringern nach sich.

Um diese Beziehungen für die Öffentlichkeit transparenter zu gestalten, hat laut Mitteilung der europäische Pharmaverband EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) den "EFPIA Disclosure Code" verabschiedet. In der Schweiz habe Scienceindustries, in Abstimmung mit weiteren Schweizer Pharmaverbänden, den Pharma-Kooperations-Kodex (PKK) ausgearbeitet, den bisher mehr als 60 Unternehmen unterzeichnet haben. "Gemessen am Umsatz decken diese über 80% des gesamten Schweizer Pharmamarkts ab", heisst es weiter.

Der Kodex schreibe vor, dass Pharmaunternehmen ihre Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Gesundheitsorganisationen vertraglich regeln müssen. Die Abgeltung dieser Dienstleistungen haben Pharmaunternehmen jeweils jährlich für das Vorjahr bis spätestens 30. Juni auf ihren Internetseiten offenzulegen. Erstmals haben die Unterzeichnerfirmen dies im vergangenen Jahr gemacht.

hr/ys

(AWP)