Phoenix Mecano-CEO: Wachstum hat sich im zweiten Quartal nicht verlangsamt

Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano scheint nach dem starken ersten auch im zweiten Quartal mit einem guten Wachstum unterwegs zu sein. Das Wachstum habe sich nicht verlangsamt, sagte der seit einem Jahr amtierende CEO Rochus Kobler in einem Interview mit AWP. In Europa wird sich demnach wegen der späten Ostern das Wachstum im zweiten gegenüber dem ersten Quartal etwas verlangsamen, in Asien wegen dem gegenteiligen Neujahrseffekt dafür beschleunigen. "Insgesamt kann man sagen, dass alle Marktregionen gut laufen, mit unterschiedlicher Dynamik im zweiten Quartal", so Kobler.
11.07.2017 13:12

Der teils verbreiteten Euphorie, dass die Schweiz den Frankenschock generell überwunden habe, kann sich Kobler allerdings nicht anschliessen. "Wohl gibt es gewisse exportorientierte Branchen wie Pharma oder Chemie, wo es rund läuft, der Industriekomponenten- und Maschinenbausektor aber ist noch überhaupt nicht 'über dem Berg'."

An den für das Gesamtjahr 2017 genannten Zielen, eine Umsatzsteigerung sowie ein EBIT im Bereich von 36 bis 40 Mio EUR, hält Kobler fest. Mit Blick nach vorne zeigte er sich auch für das zweite Semester positiv eingestellt.

Einen Verkauf der seit Jahren verlustbringenden Sparte ELCOM/EMS lehnt Kobler ab. "Die rentablen Bereiche der Sparte mit den elektromechanischen und elektrotechnischen Industriekomponenten, gehören zum Kerngeschäft von Phoenix Mecano. Erst wenn wir im derzeit defizitären Bereich die Kapitalkosten verdienen, haben wir den Freiraum, uns derartige strategische Fragen zu jenen Produktbereichen zu stellen, welche unsere Zielrendite langfristig nicht erreichen sollten", sagte er dazu.

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst erschienen)

cf/mk

(AWP)