Phosphat- und Stickstoffdüngerschwäche macht Potash zu schaffen

Der kanadische Düngerkonzern Potash wird nach einem durchwachsenen dritten Quartal vorsichtiger für das Gesamtjahr. Auch wegen wohl weiterhin schwieriger Stickstoff- und Phosphatdüngermärkte werde für das laufende Jahr 2017 ein Gewinn je Aktie von 0,48 bis 0,54 US-Dollar erwartet, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen wurden noch 0,45 bis 0,65 Dollar in Aussicht gestellt.
26.10.2017 12:56

Für das Kalidünger-Geschäft bleibt die Potash indes zuversichtlich. "Die Fundamentaldaten haben sich im dritten Quartal weiter verbessert," sagte Konzernchef Jochen Tilk bei der Zahlenvorlage. Er rechnet mit einem weiterhin positiven Marktumfeld. Die Kalipreise hätten sich im Zuge einer starken Nachfrage in allen grossen Märkten weiter erholt, hiess es weiter in der Mitteilung. Für die deutsche K+S, die mittlerweile in Kanada eine eigene Kalimine betreibt, ist dieser Markt von grosser Bedeutung.

In den drei Monaten bis Ende September steigerte Potash den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn fiel hingegen um 2,2 Prozent auf 135 Millionen Dollar. Unter dem Stich brach der Gewinn um mehr als ein Drittel auf 53 Millionen Dollar ein.

Den geplante Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Agrium wollen die Kanadier nun bis Ende 2017 unter Dach und Fach bringen. Das wäre etwas später als bisher angepeilt. Der neue Konzern käme als Nummer eins der Branche auf Umsätze von rund 20 Milliarden Dollar. 2015 hatte Potash nach K+S gegriffen, war bei den Nordessen aber abgeblitzt./mis/jha/

(AWP)