Piëch droht auch Verwaltungsratsmandat bei Porsche SE zu verlieren

Der frühere VW-Verwaltungsratspräsident Ferdinand Piëch könnte bald schon sein letztes Verwaltungsratsmandat verlieren. Er soll einem Medienbericht zufolge bei der Beteiligungsgesellschaft Porsche SE vor dem Abgang stehen.
12.03.2017 14:06

Die Familien Porsche und Piëch hätten sich darauf geeinigt, Piëch im Zuge einer Umstrukturierung des Aufsichtsgremiums von Porsche SE zu entmachten, schreibt die "Bild am Sonntag".

Ein Sprecher von Porsche SE sagte am Sonntag, der Aufsichtsrat müsse bis Mitte April entscheiden, wer künftig dem Gremium angehören solle. Verwaltungsratspräsident Wolfgang Porsche hatte am Rande des Autosalons in Genf am vergangenen Montag gesagt, es sei noch keine Entscheidung darüber gefallen.

Ferdinand Piëch ist Miteigentümer von Porsche und damit auch Grossaktionär von VW. Der 79-Jährige war bis April 2015 langjähriger VW-Verwaltungsratspräsident und galt als mächtigster Mann bei Volkswagen. Er trat nach einem internen Machtkampf mit dem damaligen VW-Konzernchef Martin Winterkorn zurück.

Die Porsche SE ist eine reine Beteiligungsgesellschaft und besitzt rund 52 Prozent der Stimmrechte an VW. Im zwölfköpfigen Aufsichtsrat sitzen alle wichtigen Vertreter der Familien Porsche und Piëch. Die sechs Arbeitnehmervertreter hatten Anfang Februar angekündigt, aus dem Gremium auszutreten. Deshalb steht bei der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart die komplette Neuwahl des Aufsichtsrats an.

(AWP)